
Woher der Name kommt und wer es braucht
POS steht für das englische Point of Sale, also den Ort des Verkaufs. Manchmal begegnet Ihnen auch POP (Point of Purchase) – in der Praxis ist dasselbe gemeint. POS-Material ist alles, was im Laden steht, hängt oder liegt und dem Kunden sagt: Hier ist ein Angebot, hier ist eine Neuheit, nimm mich mit.
Warum funktioniert das? Weil ein großer Teil der Kaufentscheidungen erst am Regal fällt. Der Kunde kommt wegen Brot und geht mit Brot und Schokoriegel, weil an der Kasse ein Aufsteller mit etwas stand, das er nicht geplant hatte. Im Selbstbedienungsladen ist das Regal der einzige Verkäufer, der mit jedem Kunden spricht – POS-Material gibt ihm eine Stimme.
POS-Material bestellen drei Gruppen: Hersteller, die ihre Ware in fremden Geschäften hervorheben wollen, Handelsketten für Aktionen sowie einzelne Läden, Apotheken, Drogerien und Studios, die mehr von dem verkaufen wollen, was im Regal steht.
Arten von POS-Material und wofür sie da sind
| POS-Material | Wo es arbeitet | Woraus meist | Preis Material mit Druck |
|---|---|---|---|
| Wobbler | ragt an einem flexiblen Arm aus dem Regal | HIPS 0,8 mm | ca. 16–24 €/m² |
| Regalstopper | ragt senkrecht aus dem Regal, vom Gang aus sichtbar | HIPS oder PVC 3 mm | ca. 16–33 €/m² |
| Preis- / Regalleiste | Regalkante, über die ganze Regallänge | synthetisches Papier 160 g oder HIPS | ca. 10–24 €/m² |
| Thekenaufsteller | auf Theke oder Regal, mit Produkten | Wellpappe 3,5 mm | ca. 13–21 €/m² |
| Kassendisplay | an der Kasse | Wellpappe oder Acrylglas 3 mm | ca. 13–60 €/m² |
| Schüttkorb | auf dem Boden, lose Ware | Wellpappe | ca. 13–21 €/m² + Zuschnitt |
| Aufsteller / Pappfigur | Eingang, Gang | Wellpappe oder Wabenplatte 10 mm | ca. 13–45 €/m² |
| Bodenaufkleber | Boden vor dem Regal | Folie mit Laminat R10 | ca. 19–30 €/m² |
| Prospekthalter | Theke, Empfang | Acrylglas klar 3 mm | ca. 43–60 €/m² + Biegen |
Der niedrigere Wert der Spanne gilt für größere Flächen. Hinzu kommt der Konturschnitt – etwa HIPS ca. 0,95 € netto pro laufendem Meter Schneidweg, Wellpappe nach Stanzkontur ca. 0,70 € netto pro lfm, Rillen der Falzlinien ca. 0,50 € netto pro lfm. Details und Varianten finden Sie auf den Seiten Wobbler, Regalstopper und Preisschilder und Thekenaufsteller.

Beispiel: Was Wobbler für einen Laden kosten
Rechnen wir einen einfachen Fall. Ein Laden will 100 Aktionsprodukte mit runden Wobblern aus HIPS, 10 cm Durchmesser, kennzeichnen.
- Fläche: 100 × 10 × 10 cm ergibt 1 m², mit Beschnitt und Zugabe für den Zuschnitt rechnen wir ca. 1,2 m².
- Druck auf HIPS 0,8 mm bei 1–4 m²: 1,2 m² × ca. 24 € = ca. 29 € netto.
- Konturschnitt: Kreisumfang ca. 0,3 m, für 100 Stück also ca. 31 lfm × 0,95 € = ca. 29 € netto.
- Zusammen ca. 58 € netto, also ca. 0,60 € pro Stück ohne Befestigungsarme.
Bei kleinen Formaten gilt ein Mindestwert für Druck und Verarbeitung, 10 Wobbler kosten also nicht ein Zehntel von hundert. Wir raten deshalb meist, mehrere Aktionen in einer Bestellung zu bündeln – etwa Wobbler für zwei aufeinanderfolgende Aktionen plus Plakate.
- 01Briefing
Beschreibung, Maße, Fotos vom Standort und Termin — ein paar Sätze genügen.
- 02Entwurf und Angebot
Unsere Grafiker erstellen Entwurf oder Visualisierung, Sie erhalten den Preis.
- 03Freigabe
Sie geben den Entwurf frei; bei Hausfarben gibt es einen Proof.
- 04Produktion
35+ Maschinen im eigenen Werk in Polen: UV-Druck 3,2 m, CNC, Laser, 3D, Näherei.
- 05Montage oder Versand
Eigene Teams und Fahrzeuge in ganz Europa, Partnernetz, Kuriere weltweit.
Wellpappe, PVC oder Acrylglas – das passende Material
Die einfachste Regel: Das Material richtet sich danach, wie lange das POS-Material im Laden stehen soll.
Wellpappe – Aktionen für einige Wochen: Angebot, Saison, Produktneuheit. Leicht, günstig, voll recycelbar, flach zusammenlegbar und damit günstig im Versand. Nach der Aktion kommt sie ins Altpapier. Feuchtigkeit verträgt sie nicht – an Kühlregalen, Tiefkühltruhen und draußen ist sie fehl am Platz.
HIPS und PVC-Hartschaum – einige Monate bis einige Jahre. Wobbler, Leisten, Regalstopper, die das Abwischen der Regale und gelegentliche Stöße mit dem Einkaufswagen überstehen.
Acrylglas – dauerhafte und hochwertigere Elemente: Prospekthalter, Tester-Ständer, Präsentationsständer an der Kasse in der Apotheke oder beim Juwelier. Teurer in der Anschaffung, aber jahrelang im Einsatz.
Wabenplatte, Sperrholz – größere, solide Aufsteller und Einbauten, die wie ein Möbel aussehen sollen und nicht wie Karton.
Ein häufiger Fehler: ein Aufsteller aus Wellpappe für den Dauereinsatz. Nach drei Monaten sind die Ecken abgestoßen, und er sieht schlechter aus als gar kein Aufsteller. Soll etwas ein Jahr stehen, nehmen Sie gleich ein haltbareres Material.
Was POS-Material verkaufen lässt
Wir sehen viel POS-Material – manches arbeitet, manches ist einfach ein buntes Stück Kunststoff. Der Unterschied liegt meist in einigen Details:
- Eine Information. Preis, Rabatt oder Neuheit – nicht alles auf einmal. Ein vom Gang aus lesbares „−30 %“ bewirkt mehr als ein Absatz über Inhaltsstoffe.
- Die richtige Höhe. Am besten verkauft die Zone auf Augen- und Griffhöhe. Einen Wobbler im untersten Regalfach sehen vor allem Kinder.
- Kontrast zur Umgebung. Ist der ganze Laden rot-gelb vor Aktionen, geht ein roter Wobbler unter. Manchmal hebt man sich mit einer ruhigen, dunklen Grafik besser ab.
- Richtung. Ein Bodenaufkleber mit Pfeil zum Regal oder ein Aufsteller am Eingang führt den Kunden dorthin, wo Sie ihn haben wollen.
- Ordnung. Zu viel Material auf einmal ermüdet, und nichts fällt mehr auf. Weniger, aber an den richtigen Stellen.
- Aktualität. Material zu einer Aktion, die vor zwei Wochen endete, schadet der Glaubwürdigkeit. Legen Sie fest, wer das POS-Material nach der Aktion wann abnimmt.
POS für Filialnetze – Kommissionierung und Versand
Bei einem Dutzend oder mehreren Dutzend Standorten ist der Druck nur die halbe Arbeit. Die andere Hälfte ist, das Material auf die Filialen aufzuteilen und so zu versenden, dass es vor Aktionsbeginn ankommt. Das erledigen wir im Haus: Die Konfektionierung eines Sets pro Standort kostet ca. 3,30 € netto, Kommissionierung und Versand an mehrere Standorte ca. 2,80 € netto pro Standort.
Beispiel: Eine Kette mit 20 Filialen, jede bekommt ein Set aus Wobblern, Plakat und Bodenaufkleber. Zu den Druckkosten kommen 20 × (3,30 + 2,80 €) = ca. 122 € netto für Verpacken und Versand an 20 Adressen. Jedes Set ist mit der Filialadresse beschriftet, die Filialleitung muss also nichts aufteilen. Mehr dazu in der Beschreibung der Kampagnensets für Filialnetze und im Ratgeber Versand an viele Filialen.
