
Was wir als Kartondisplay bezeichnen
Unter diesem Begriff verbirgt sich einiges. Gemeinsam ist allen: Sie bestehen aus Wellpappe, sind bedruckt, nach Kontur geschnitten und entlang der Rilllinien gefaltet. Am häufigsten fertigen wir:
- Regal- und Thekendisplays – kleine Displays für Tresen oder Regal, für einige bis über zehn Produkte,
- Aufsteller an der Kasse – für kleine Impulsware,
- Bodendisplays mit Fächern – freistehende Regale für Produkte im Gang,
- Schüttenaufsteller – für lose Ware, Aktionen,
- Kartonaufsteller und Figuren – lebensgroße Figuren, Produktsilhouetten,
- Kuben, Tische und Podeste für Events und Messestände.
Wann Karton eine gute Wahl ist
Karton ist ein Kampagnenmaterial, keine Einrichtung für Jahre. Wir empfehlen ihn, wenn:
- Die Aktion kurz läuft. Produkteinführung, Promotion, Weihnachtssaison, Kampagne für einige Wochen. Nach der Aktion kommt das Display ins Altpapier, niemand muss es lagern.
- Das Display in viele Läden geht. Es wird flach geliefert, wiegt wenig und passt in ein normales Paket. Bei einigen Dutzend Standorten spielen die Versandkosten eine große Rolle.
- Der Stückpreis zählt. Bei Serien von einigen Dutzend Stück ist Karton meist ein Mehrfaches günstiger als PVC oder Acrylglas.
- Das Umweltargument wichtig ist. Karton ist vollständig recyclebar – Kunden aus Lebensmittel- und Kosmetikbranche fragen oft danach.
- Ein schneller Test nötig ist. Einen Prototyp aus Karton fertigen wir schnell und günstig, so lässt sich die Form im Regal prüfen, bevor über die Serie entschieden wird.

Wann Karton nicht funktioniert
Manchmal möchte ein Kunde wegen des Preises Karton, und wir raten ab. Die häufigsten Gründe:
- Feuchtigkeit. Kühlbereich, Ladeneingang, morgendliche Bodenreinigung – die Unterkante saugt sich voll, das Display beginnt sich zu neigen.
- Schwere Ware. Flaschen, Dosen, Drogerieware in großen Gebinden. Karton schafft das, braucht aber Verstärkungen und eine durchdachte Konstruktion, manchmal ist eine Platte gleich besser.
- Dauerpräsentation über Monate oder Jahre. Ecken werden angestoßen, der Druck reibt sich an Griffstellen ab. Dann sind Hakendisplays aus PVC, Wabenplatte oder Acrylglas besser.
- Premium-Display. Bei hochwertiger Kosmetik oder Elektronik kann reiner Karton zu schlicht wirken, auch wenn gut bedruckter Karton überraschen kann.
Preise für Material und Verarbeitung
| Material / Leistung | Preis | Wofür |
|---|---|---|
| Wellpappe 3,5 mm mit UV-Druck | ca. 13–21 € / m² | Displays, Aufsteller, Schütten, Figuren für Kampagnen |
| HIPS 0,8 mm mit UV-Druck | ca. 16–24 € / m² | Wobbler, leichte Aufsteller, Einwegelemente |
| PVC-Hartschaum 3 mm mit UV-Druck | ca. 21–33 € / m² | länger genutzte Aufsteller, Schilder |
| Wabenplatte 10 mm mit UV-Druck | ca. 30–45 € / m² | leichte, steife Messeaufsteller und Einbauten |
| Kartonschnitt nach Stanzkontur | ca. 0,70 € / lfm Schnittweg | Form des Displays |
| Rillen der Falzlinien | ca. 0,50 € / lfm | Falzen, Aufbau |
| Konfektionierung eines Sets pro Standort | ca. 3,30 € / Standort | Verpacken von Sets für Läden |
| Kommissionierung und Versand an mehrere Adressen | ca. 2,80 € / Standort | Versand an Filialnetze |
Beispiel Einzelstück: Eine Kartonfigur 180 × 60 cm ergibt ca. 1,1 m² × ca. 21 € = ca. 23 € für den bedruckten Karton plus ca. 5 m Kontur × 0,70 € = ca. 3,50 € für den Schnitt. Zusammen ca. 27 € netto, ohne Stütze und Entwurf.
In Serie sinkt der Meterpreis. Zwanzig solche Figuren sind ca. 22 m², also die Staffel 16–49 m², in der Karton ca. 15 €/m² kostet. Das ergibt ca. 330 € für bedrucktes Material und ca. 70 € für den Schnitt, also ca. 20 € pro Stück statt 27 €.
- 24 hExpressdruck (UV-Tinten müssen nicht trocknen)
- ca. 3 TageStandardlieferzeit
- bis 14 Tagegroße Projekte mit Montage
Zzgl. Versand. Nennen Sie uns Ihren Termin — wir planen die Produktion danach.
Display bestellen – Schritt für Schritt
- Produkt beschreiben. Verpackungsmaße, Gewicht, wie viele Stück auf das Display sollen, wo es stehen wird (Tresen, Boden, Regal).
- Konstruktion und Stanzkontur. Wir wählen den Displaytyp und erstellen die Stanzkontur. Bei neuen Formen fertigen wir meist zuerst einen Prototyp – weiß oder mit Probedruck –, um die Maße mit echter Ware zu prüfen.
- Grafik auf der Stanzkontur. Die Grafik wird auf die abgewickelte Kontur gelegt, unter Berücksichtigung der Falze und sichtbaren Seiten. Wir können sie bei uns gestalten oder Ihrem Grafiker eine Vorlage liefern.
- Serienproduktion. UV-Direktdruck auf Karton, Schneiden und Rillen auf dem Plotter, Aufbau oder flache Verpackung.
- Versand. An eine Adresse oder an viele Läden, mit Zusammenstellung der Sets pro Standort – mehr dazu im Ratgeber Versand an viele Filialen.
Mit Prototyp rechnet man einige Tage mehr, es ist aber das am besten investierte Geld im ganzen Projekt. Ein Display, in das das Produkt um 3 mm nicht passt, ist ein Klassiker, der sich leicht vermeiden lässt.
