In ein Sanitätshaus kommt selten jemand zufällig. Man kommt mit einer Verordnung vom Arzt, nach der Entlassung aus dem Krankenhaus oder für einen Rat, weil die Mutter einen Rollator braucht. Oft ist es eine ältere Person mit Gehstützen oder jemand aus der Familie, der das Geschäft zum ersten Mal sucht und zur Adresse aus der Suchmaschine fährt. Das Schild muss aus dem Auto sichtbar sein, und das Schaufenster muss sofort sagen, was es hier gibt: Orthesen, Kompressionsstrümpfe, Reha-Hilfsmittel, Verleih.
Drinnen zählen Ordnung und Diskretion. Dutzende Größen von Bandagen müssen so präsentiert werden, dass der Kunde seine Abteilung selbst findet, und die Anpassung von Mieder oder Kompressionsstrümpfen findet in einer Kabine statt, in die niemand hineinschaut. Werbung für Medizinprodukte ist rechtlich eingeschränkt, deshalb übernimmt man Produktbeschreibungen am besten aus dem Herstellermaterial und prüft Aktionstexte mit Großhändler oder Juristen.
1. Fassade und Schaufenster
Viele Sanitätshäuser liegen am Krankenhaus oder Ärztehaus, in einer Ladenzeile. Der Kunde kommt mit dem Auto, das Schild muss also von der Fahrbahn lesbar sein, und der Hinweis auf den stufenlosen Zugang gehört an die Tür.
- Leuchtkasten über dem Eingang→Einseitiger Leuchtkasten ab ca. 320 € netto pro m². Beleuchtet ist er an kurzen Winternachmittagen sichtbar, wenn am meisten los ist.
- Nasenschild am Eingang→Vom Gehweg aus beiden Richtungen sichtbar. Zweiseitiges Nasenschild mit Ausleger ab ca. 300 € netto.
- Schaufenster mit Sortimentsübersicht→Orthesen, Kompressionsstrümpfe, Reha-Hilfsmittel, Einlösen von Verordnungen, Öffnungszeiten. Bedruckte Folie ca. 6–12 € netto pro m², dazu Produktfotos der Hersteller.
- Banner „Hilfsmittelverleih“→Wenn Sie Rollstühle, Pflegebetten oder Rollatoren verleihen, sagen Sie es direkt an der Fassade. Beschichtetes Banner 510 g ca. 7–13 € netto pro m².
- Schild an der Klingel für Rollstuhlfahrer→Wenn die Tür eine Schwelle oder Stufe hat: „Bitte klingeln, wir kommen heraus“. Eine Kleinigkeit, und der Kunde fährt nicht wieder weg.

2. Verkaufsraum und Präsentation
Das Sortiment ist kleinteilig und hat sehr viele Größen. Am besten funktioniert eine Einteilung nach Körperregionen – Knie, Rücken, Fuß, Handgelenk – mit großen Kennzeichnungen über den Regalen.
- Hakenständer für Orthesen und Bandagen→Paneel aus PVC oder Platte mit Druck und Haken, an denen die Packungen in Größen hängen. PVC 5 mm mit Druck ca. 26–39 € netto pro m², das Ganze kalkulieren wir nach Maß.
- Thekendisplays→Für Kleinteile an der Kasse: Pflaster, Einlagen, Thermometer. Gebogenes Acrylglas oder bedruckter Karton.
- Preisschilder, Wobbler und Abteilungskennzeichnung→Farbige Zonenkennzeichnung und Preisschilder aus HIPS, ca. 16–24 € netto pro m² Material. Der Kunde findet Abteilung und Größe selbst.
- LED-Rahmen mit Wechselgrafik→Beleuchtete Grafik mit Neuheit oder Saisonprodukt. A1 ab ca. 165 € netto, die Grafik tauschen Sie selbst.
3. Anprobe und Anpassbereich
Die Anpassung von Mieder, Kompressionsstrümpfen oder Brustprothese erfordert Intimität. Verglaste Türen oder ein halbhoher Vorhang sind der häufigste Grund, warum Kundinnen lieber woanders kaufen.
- Milchglasfolie für Verglasungen→Vollständiger Sichtschutz bei erhaltenem Licht. Ca. 12–21 € netto pro m², Logo oder Schriftzug lassen sich aussparen.
- Türschild „Anpassraum“→Ruhig, gut lesbar, mit Wechselstreifen „besetzt / frei“ oder Anpasszeiten nach Vereinbarung.

4. Für den Kunden
Kunden eines Sanitätshauses kommen oft wieder: für das nächste Paar Strümpfe, eine neue Größe, ein Leihgerät. Machen Sie es ihnen leicht.
- Papiertüten mit Logo→Eine Orthese im Karton passt hinein, und der Name des Geschäfts geht mit nach Hause. 100 Stück Kraft 240 × 340 × 90 mm bedruckt ca. 185 € netto.
- Flyer: Kostenübernahme, Größen, Verleih→Wie man eine Verordnung einlöst, wie man den Beinumfang misst, was man leihen kann. Folder A5 in 1.000 Stück kostet ca. 90 € netto.
5. Onlineshop und Versand
Immer mehr Sanitätshäuser verkaufen auch online. Ein Paket mit Logo und ordentliche Verpackung zeigen dem Kunden, dass er bei einem echten Fachgeschäft gelandet ist und nicht bei einem zufälligen Händler.
- Bedruckte Versandkartons→In Größen passend zu Ihren Produkten, auch in kleinen Auflagen. Wir kalkulieren nach Maß und Auflage.
- Packband mit Logo→Der günstigste Weg, jedes Paket zu kennzeichnen. 36 Rollen 48 mm mit dreifarbigem Druck kosten ca. 290 € netto, andere Varianten auf Anfrage.
- 01Briefing
Beschreibung, Maße, Fotos vom Standort und Termin — ein paar Sätze genügen.
- 02Entwurf und Angebot
Unsere Grafiker erstellen Entwurf oder Visualisierung, Sie erhalten den Preis.
- 03Freigabe
Sie geben den Entwurf frei; bei Hausfarben gibt es einen Proof.
- 04Produktion
35+ Maschinen im eigenen Werk in Polen: UV-Druck 3,2 m, CNC, Laser, 3D, Näherei.
- 05Montage oder Versand
Eigene Teams und Fahrzeuge in ganz Europa, Partnernetz, Kuriere weltweit.
Für den Start — ein Richtpaket
Beispielpaket für ein Geschäft mit einem Schaufenster. Berechnet nach unserer Preisliste, ohne Montage.
| Leuchtkasten 300 × 60 cm (1,8 m² × ca. 320 €) | ca. 576 € netto |
| Schaufensterbeklebung, 6 m² (6 × ca. 8 €) | ca. 48 € netto |
| Milchglasfolie für die Anprobe, 2 m² (2 × ca. 21 €) | ca. 42 € netto |
| Ultraflacher LED-Rahmen A1 mit Grafik | ab ca. 165 € netto |
| Bedruckte Papiertüten, 100 Stück | ca. 185 € netto |
| Folder A5 zu Kostenübernahme und Größen, 1.000 Stück | ca. 90 € netto |
Orientierungspreise netto; ein genaues Angebot erhalten Sie nach einer kurzen Beschreibung und Fotos des Standorts. Die Montage übernimmt unser eigenes Team: ab ca. 42 € netto pro Stunde zuzüglich Anfahrt ca. 1 € netto pro km, berechnet hin und zurück ab Wieluń.
Aus der Praxis — worauf Sie achten sollten
- Schreiben Sie ins Schaufenster, welche Verordnungen Sie einlösen. Das ist die erste Frage, mit der Leute anrufen.
- Abteilungen nach Körperregionen kennzeichnen, nicht nach Herstellern. Der Kunde weiß, dass ihm das Knie wehtut, nicht wie die Bandagenmarke heißt.
- Die Anprobe muss vollständig abgedeckt sein. Folie auf halber Höhe ist in dieser Branche zu wenig.
- Haben Sie einen Verleih, zeigen Sie ihn außen mit eigenem Schriftzug. Viele wissen nicht, dass man Bett oder Rollstuhl leihen kann, statt zu kaufen.
- Preisschilder aus HIPS halten jahrelang, Papierzettel sehen nach einigen Wochen abgenutzt aus. Bei großem Sortiment ist der Unterschied im Erscheinungsbild des Geschäfts enorm.
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