Ein Leuchtengeschäft ist in einer schwierigen Lage: Der Kunde beurteilt es nach dem Licht. Ein Schild mit durchgebrannter LED, eine ungleichmäßig ausgeleuchtete Front oder ein kaltweißer Leuchtkasten neben einem warm beleuchteten Schaufenster fallen bei jedem anderen Geschäft nicht auf, bei Ihnen werfen sie sofort die Frage auf, ob Sie Ihr Fach beherrschen. Deshalb muss Lichtwerbung hier ohne Kompromisse ausgeführt und regelmäßig gewartet werden.
Das zweite Problem ist das Sortiment. Neben großen Leuchten, die man im Raum zeigen muss, haben Sie Hunderte Kleinteile: Leuchtmittel, Steckdosen, Verlängerungskabel, LED-Streifen. Der Privatkunde verliert sich in den Kennwerten, der Elektriker will schnell sein Material finden und wieder fahren. Die Beschilderung muss beide Käufergruppen bedienen – und dazu Geschäftskunden, die jede Woche wiederkommen.
1. Schild und Fassade
Legen Sie bei der Wahl des Schilds eine Lichtfarbe für die ganze Fassade fest, am besten dieselbe wie im Schaufenster. Ein Leuchtkasten mit kaltem, bläulichem Licht neben einer warmen Präsentation wirkt wie zwei verschiedene Geschäfte. LED-Module und Netzteile in unseren Leuchtkästen sind austauschbar, die Wartung der Lichtwerbung machen wir vor Ort.
- Leuchtkasten mit gleichmäßig ausgeleuchteter Front→Front aus opalem Acrylglas und dicht gesetzte LED-Module ergeben eine homogene Fläche ohne Flecken. Ab ca. 320 € netto pro m². Den Stromverbrauch beschreiben wir im Ratgeber [Wie viel Strom verbraucht ein LED-Leuchtkasten](/poradnik/kaseton-led-zuzycie-pradu-i-trwalosc).
- Frontleuchtende Buchstaben oder Halo-Effekt→Ein Leuchtengeschäft kann zeigen, dass es verschiedene Lichteffekte beherrscht – frontleuchtende Buchstaben ab ca. 46 € netto, Halo ab ca. 55 € netto pro Zeichen bei 30 cm Höhe.
- Wartung und Service der Lichtwerbung→Prüfung von LED, Netzteilen und Dichtheit ab ca. 60 € netto. Tausch eines LED-Moduls oder Netzteils ab ca. 42 € netto plus Teile – günstiger als Kunden, die ein dunkles Schild vertreibt.

2. Schaufenster und Showroom
Das Schaufenster eines Leuchtengeschäfts wirkt am besten nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Leuchten brennen. Deshalb bekleben wir die Scheiben sparsam und lassen den Blick auf die Ausstellung frei. Drinnen verkauft sich eine Leuchte im Kontext – die Wandleuchte vor einem Wohnzimmer, die Pendelleuchte über dem Esstisch. Eine Wandgrafik schafft so eine Inszenierung ohne Möbel.
- Streifen mit Abteilungen und Öffnungszeiten am Schaufenster→Schmaler Folienstreifen unten oder oben an der Scheibe: „Innenleuchten · Elektro · LED“, Öffnungszeiten. Der Rest des Glases bleibt durchsichtig.
- Fototapete mit Wohnraum-Szene hinter der Leuchtenausstellung→Wohnzimmer, Küche, Bad an der Wand hinter den Leuchten. Der Kunde sieht sofort, wie die Leuchte zu Hause wirkt. Ca. 15–25 € netto pro m².
- Leuchtrahmen mit Wechselgrafik→Schmale LED-Rahmen mit Stoffgrafik zeigen Fotos von Projekten oder Herstellerkollektionen. Die Grafik tauschen Sie ohne Werkzeug, wenn sich das Angebot ändert.
3. Regale und Kleinsortiment
Leuchtmittel, Fassungen, Steckdosen und LED-Streifen verkaufen sich am besten an Haken und in einfacher Sprache beschrieben. Auf der Preisleiste lohnt es sich, neben dem Preis Leistung, Lichtfarbe in Kelvin, Lichtstrom in Lumen und Schutzart anzugeben – der Kunde vergleicht dann ohne den Verkäufer zu fragen, der gerade den Elektriker bedient.
- Displays mit Haken für Blisterware→Freistehend oder an der Wand, aus bedrucktem 5-mm-PVC. Ca. 26–39 € netto pro m² Platte, die Haken wählen wir nach Gewicht der Ware.
- Preisleisten mit Produktkennwerten→Synthetisches Papier ist feuchtigkeits- und knickbeständig, ca. 10–16 € netto pro m². Die Farbe des Streifens kann die Lichtfarbe anzeigen: warm, neutral, kalt.
- Preisanhänger unter Pendelleuchten→Die Deckenleuchte hängt hoch, das Preisschild auf dem Karton steht im Lager. Ein HIPS-Anhänger an einer Nylonschnur mit Preis und Artikelnummer löst das Problem.
- Abteilungsschilder über den Regalen→Außenleuchten, Badleuchten, LED, Installationsmaterial, Kabel. 3-mm-PVC mit Druck ca. 21–33 € netto pro m², an Nylonschnur abgehängt.

4. Theke für Elektriker und Geschäftskunden
Ein Elektriker, der jede Woche bei Ihnen kauft, ist mehr wert als ein Dutzend Privatkunden. Der Katalog auf der Theke, der Kalender an der Wand seiner Werkstatt und der Kugelschreiber in der Tasche erinnern ihn daran, wo er Rabatt bekommt. Firmenkalender bestellen Sie im September oder Oktober, um sie vor Dezember zu verteilen.
- Angebotskatalog oder Preisliste für Elektriker→Gehefteter Katalog A4, 16 Seiten, 500 Stück ca. 490 € netto. Die Version mit Firmenpreisen kann in kleinerer Auflage gedruckt und öfter aktualisiert werden.
- Dreimonatskalender für Stammkunden→Hängen das ganze Jahr in Werkstätten und auf Baustellen. Wir kalkulieren nach Auflage und Art des Kopfteils. Mehr im Ratgeber [Firmenkalender – wann bestellen](/poradnik/kalendarze-firmowe-kiedy-zamowic).
- Kugelschreiber und Notizblöcke mit Logo→Kleiner Werbeartikel an der Theke. Kugelschreiber mit Druck bei 500 Stück ab ca. 0,35 € netto pro Stück, Notizblock A5 bei 100 Stück ab ca. 1,85 € netto.
5. Lieferungen und Aktionen
Wenn Sie Ware auf Baustellen und an Firmen liefern, ist der Lieferwagen Ihre meistgesehene Werbung. Für Aktionen – Abverkauf einer Kollektion, Umrüstung auf LED – genügt ein Banner an Fassade oder Zaun, das ein paar Wochen hängt.
- Beschriftung des Lieferwagens→Gegossene Folie mit Druck ca. 19–29 € netto pro m², Laminat ca. 8 € netto pro m². Große Telefonnummer und Leistungen: Leuchten, Elektro, Lieferung auf die Baustelle.
- Aktionsbanner für die Fassade→Beschichtetes Banner 3 × 1 m ca. 39 € netto (3 m² × ca. 13 €). Ösen alle 50 cm inklusive, hält mehrere Saisons.
- 01Briefing
Beschreibung, Maße, Fotos vom Standort und Termin — ein paar Sätze genügen.
- 02Entwurf und Angebot
Unsere Grafiker erstellen Entwurf oder Visualisierung, Sie erhalten den Preis.
- 03Freigabe
Sie geben den Entwurf frei; bei Hausfarben gibt es einen Proof.
- 04Produktion
35+ Maschinen im eigenen Werk in Polen: UV-Druck 3,2 m, CNC, Laser, 3D, Näherei.
- 05Montage oder Versand
Eigene Teams und Fahrzeuge in ganz Europa, Partnernetz, Kuriere weltweit.
Für den Start — ein Richtpaket
Beispielset für die Eröffnung oder Auffrischung eines Leuchtengeschäfts. Preise aus unserer Preisliste, ohne Montage und Anschluss.
| Leuchtkasten 400 × 80 cm (3,2 m² × ca. 320 €) | ab ca. 1010 € netto |
| Fototapete mit Wohnraum-Szene | ca. 15–25 € netto / m² |
| Displays mit Haken, bedrucktes 5-mm-PVC | ca. 26–39 € netto / m² |
| Preisleisten, synthetisches Papier | ca. 10–16 € netto / m² |
| Aktionsbanner 3 × 1 m (3 m² × ca. 13 €) | ca. 39 € netto |
| Servicecheck der Lichtwerbung | ab ca. 60 € netto |
Richtpreise netto; ein genaues Angebot nach einer kurzen Beschreibung und Fotos der Fassade. Die Beleuchtung schließt Ihr Elektriker oder unser Team mit entsprechender Qualifikation an.
Aus der Praxis — worauf Sie achten sollten
- Legen Sie eine Lichtfarbe für Schild und Schaufenster fest. Der Unterschied zwischen Warm- und Kaltweiß fällt in einem Leuchtengeschäft sofort auf.
- Geben Sie auf den Preisleisten Kennwerte an, nicht nur den Preis. Leistung, Lichtfarbe in Kelvin und Lumen verkürzen das Gespräch am Regal.
- Planen Sie einmal im Jahr eine Wartung des Schilds ein, am besten vor dem Herbst. Ein neues Netzteil kostet weniger als ein paar Wochen dunkle Werbung.
- Bekleben Sie nicht das ganze Schaufenster. Abends sind brennende Leuchten, die man von der Straße sieht, die beste Werbung.
- Bereiten Sie für Elektriker ein eigenes, einfaches Material vor: Preisliste, Bestellnummer, Abholzeiten. Sie lesen keine Kataloge mit Wohnideen.
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