
Zwei Arten von Ausgaben, die Sie trennen sollten
Der häufigste Fehler bei der Budgetplanung: alles in einen Topf werfen. Dabei besteht die Werbung eines kleinen Unternehmens aus zwei völlig unterschiedlichen Teilen.
Einmalige Investition – Dinge, die Sie einmal kaufen und die jahrelang arbeiten: Schild oder Leuchtkasten, Schaufensterbeklebung, Hinweisschilder, Fahrzeugbeschriftung, Roll-up, Beachflag, Eventzelt, Geschäftsausstattung. Ein Leuchtkasten oder ein Schild aus Alu-Verbundplatte (Dibond) ist eine Ausgabe für 10 Jahre und mehr. Das rechnen Sie nicht monatlich – es ist eher wie die Einrichtung des Geschäfts.
Laufende Kosten – alles, was erneuert werden muss: Flyer für neue Aktionen, saisonale Plakate, Online-Werbung, Sponsoring, Teilnahme an Messen und Festen. Hier planen Sie einen Monats- oder Quartalsbetrag und prüfen, was Kunden bringt.
Wenn Sie das trennen, fällt die Entscheidung leichter: Die einmalige Investition machen Sie einmal ordentlich, das laufende Budget können Sie je nach Ergebnis senken oder erhöhen.
Wie Sie das laufende Budget berechnen – drei Ansätze
1. Prozent vom Umsatz. Die einfachste Methode. In Ratgebern für Unternehmer finden Sie oft die Empfehlung von einigen Prozent des Umsatzes, wobei neue Firmen am Anfang deutlich mehr ausgeben, weil sie ihre Bekanntheit erst aufbauen. Nachteil: Wenn noch kein Umsatz da ist, gibt es keine Rechengrundlage.
2. Kundenwert. Rechnen Sie aus, wie viel Sie mit einem Kunden im Jahr verdienen, und überlegen Sie, wie viel Sie ausgeben können, um ihn zu gewinnen. Angenommen, ein Stammkunde eines Salons lässt im Jahr einige hundert Euro da. Bringt ein Flyer mit Gutschein für etwa hundert Euro ein Dutzend neue Stammkunden, ist das eine gute Ausgabe – auch wenn sie sich im ersten Monat nicht rechnet.
3. Aufgabe. Sie beginnen mit dem Ziel: „Im Umkreis von 5 km sollen alle wissen, dass ich eine Werkstatt eröffnet habe.“ Dann listen Sie auf, was dafür nötig ist – Banner an der Straße, Flyer in den Wohngebieten, Google-Profil, beklebtes Auto – und addieren. Für kleine Firmen ist das die praktischste Methode.
In der Praxis kombinieren die meisten unserer Kunden den zweiten und dritten Ansatz: Sie wissen, was sie erreichen wollen, und achten darauf, dass die Kosten nicht über dem liegen, was sie realistisch verdienen können.

Drei Beispielpakete an Werbematerial
| Paket | Inhalt | Betrag |
|---|---|---|
| Bescheidener Start | Dibond-Schild 200 × 60 cm (ca. 65 €), Folie fürs Schaufenster 4 m² (ca. 47 €), 500 Visitenkarten (ca. 15 €), Falzflyer A5 1000 Stück (ca. 90 €) | ca. 220 € |
| Ladengeschäft an der Straße | Leuchtkasten 250 × 60 cm (1,5 m² × 320 € = ca. 480 €), Lochfolie (One Way Vision) fürs Schaufenster 6 m² (ca. 80 €), 1000 Visitenkarten (ca. 25 €), Falzflyer DL 1000 Stück (ca. 90 €), Roll-up 85 × 200 cm (ca. 55 €), Beachflag Midi (ca. 75 €), Magnetfolie fürs Auto 1 m² (ca. 32 €), Montage des Leuchtkastens: 4 Monteurstunden (ca. 170 €) und Anfahrt 80 km (ca. 55 €) | ca. 1.060 € |
| Dienstleister mit Fahrzeugen | Leuchtbuchstaben 10 Zeichen × 40 cm (ca. 560 €) mit Montage (ca. 220 €), Beklebung von 2 Transportern mit je ca. 8 m² gegossener Folie und Laminat (ca. 500 €), Faltzelt 3 × 3 m (ca. 750 €), 2 Beachflags (ca. 150 €), Roll-up 100 × 200 cm (ca. 65 €), Druck auf 50 T-Shirts (ca. 120 €), 100 Präsentationsmappen (ca. 135 €), Visitenkarten und 2000 Falzflyer (ca. 200 €) | ca. 2.700 € |
Die Rechnungen beruhen auf unserer Preisliste: Dibond ca. 55 €/m², monomere Folie ca. 12 €/m², Leuchtkasten ab ca. 320 €/m², frontbeleuchtete Buchstaben ab ca. 46 € pro Zeichen bei 30 cm plus ca. 11 € für je weitere 10 cm Höhe, gegossene Folie ca. 24 €/m² bei 5–15 m² plus Laminat ca. 8 €/m², Transferdruck A4 ca. 2,35 € pro Stück bei 50–99 Stück (nur der Druck, ohne T-Shirt). Dazu kann die Gestaltung kommen – ein einfacher Entwurf für Banner oder Schild kostet ca. 43 € netto. Eine ausführliche Liste zur Eröffnung finden Sie im Ratgeber Werbung für ein neues Unternehmen.
- 01Briefing
Beschreibung, Maße, Fotos vom Standort und Termin — ein paar Sätze genügen.
- 02Entwurf und Angebot
Unsere Grafiker erstellen Entwurf oder Visualisierung, Sie erhalten den Preis.
- 03Freigabe
Sie geben den Entwurf frei; bei Hausfarben gibt es einen Proof.
- 04Produktion
35+ Maschinen im eigenen Werk in Polen: UV-Druck 3,2 m, CNC, Laser, 3D, Näherei.
- 05Montage oder Versand
Eigene Teams und Fahrzeuge in ganz Europa, Partnernetz, Kuriere weltweit.
Wie viel ins Internet, wie viel in Druck
Das hängt davon ab, wo Ihre Kunden sind und wie sie kaufen. Einige Richtwerte aus unserer Praxis:
- Firma mit Ladengeschäft und Laufkundschaft – Geschäft, Café, Salon, Apotheke. Zuerst Beschilderung und Schaufenster, denn sie arbeiten täglich ohne Zusatzkosten. Online: Google-Unternehmensprofil, soziale Medien, mit der Zeit Werbung für die Umgebung.
- Firma, die zu Kunden fährt – Installateur, Gartenbau, Reinigung. Ein beklebtes Auto und ein gutes Google-Profil sind die Basis. Flyer in bestimmten Wohngebieten, Online-Werbung mit regionaler Ausrichtung.
- Firma, die landesweit online verkauft – der Großteil des laufenden Budgets fließt in Online-Kanäle. Druck ist im Paket nützlich: Flyer mit Code für den nächsten Einkauf, Klebeband mit Logo, Aufkleber.
Suchmaschinen- und Social-Media-Kampagnen betreut der Inhaber selbst oder eine Marketingagentur – das Tagesbudget legen Sie selbst fest und können es jederzeit pausieren. Einen Vergleich beider Welten finden Sie im Ratgeber Printwerbung oder Internet.
Wo Sie sparen können und wo nicht
Sparen Sie nicht an:
- der Kennzeichnung des Eingangs – ein billiges Banner statt eines Schildes sieht nach einem Jahr schlecht aus und muss ersetzt werden,
- der Lesbarkeit – besser ein schlichter Entwurf von jemandem, der den Druck kennt, als eine schöne Grafik, die von der Straße aus nicht lesbar ist,
- der Vektordatei des Logos – sie zahlt sich bei jeder weiteren Bestellung aus.
Sparen können Sie bei:
- Auflagen – 1.000 Flyer jetzt und ein Nachdruck in zwei Monaten statt 5.000 auf Vorrat,
- dem Expressservice – er kostet ca. 40 % des Druckwerts, und bei rechtzeitig genanntem Termin schaffen wir es meist ohne,
- Werbeartikeln ohne Plan – Tassen und Kugelschreiber sind sinnvoll, wenn Sie wissen, wem und wann Sie sie geben,
- austauschbaren Materialien – ein Premium-Roll-up mit Wechselkassette oder ein Rahmen mit Textilgrafik erlauben neue Botschaften, ohne eine neue Konstruktion zu kaufen.
