Wielka ReklamaWerbetechnik & Großformatdruck

Druck-Glossar von A bis Z – 57 Fachbegriffe

Schreibtisch in einer Druckerei mit Farbfächern, Lupe und Lineal
Werkzeuge und Begriffe des Druckers · Visualisierung

A

  • Abstandshalter – Metallhülsen, auf denen Schilder und Tafeln mit Abstand zur Wand montiert werden. Sie lassen Acrylglas „schweben“ und verdecken die Befestigung.
  • Acrylglas – durchsichtig oder opal, leichter und weniger spröde als Glas. Verwendet für Schilder, Displays und Leuchtkastenfronten; oft auch Plexiglas genannt.
  • Akzidenzen – kleine Gebrauchsdrucksachen: Visitenkarten, Flyer, Briefpapier, Einladungen, Tickets. Der Begriff stammt aus der traditionellen Druckersprache und grenzt diese „Gelegenheitsdrucke“ von Büchern und Zeitungen ab.
  • Auflage – Anzahl der Exemplare eines Motivs. Von der Auflage hängen Stückpreis und Wahl des Verfahrens ab, etwa Digital- oder Offsetdruck.
  • Ausschießen – Anordnen von Seiten oder Nutzen auf dem Druckbogen. Gut gemacht reduziert es den Abfall und sorgt dafür, dass die Katalogseiten nach dem Falzen in der richtigen Reihenfolge liegen.

B

  • Backlit – Material zur Hinterleuchtung: Banner, Folie oder Stoff, durch die Licht fällt. Es wird mit stärker gesättigten Farben bedruckt, weil die Beleuchtung die Farben aufhellt.
  • Bahn – einzelner Streifen, in den eine Grafik geteilt wird, die breiter als die Maschine ist. Bahnen werden verschweißt oder bei der Montage überlappend gesetzt.
  • Banner – flexibles PVC-Material mit innerem Verstärkungsgewebe, bedruckt und mit Schweißkante und Ösen konfektioniert. Der beliebteste Werbeträger im Außenbereich; die Arten beschreiben wir im Ratgeber Welches Banner wählen.
  • Beschnitt – Teil der Grafik, der über das Format hinausgeht und nach dem Druck abgeschnitten wird. Er verhindert weiße Blitzer an der Kante; bei Kleinformaten meist 3 mm an jeder Seite.
  • Bilderdruckpapier – Papier mit glatter mineralischer Beschichtung, matt oder glänzend. Fotos wirken darauf schärfer und lebendiger als auf ungestrichenem Papier.
  • Blockout – Banner oder Folie mit lichtundurchlässiger Zwischenschicht. Erlaubt zwei verschiedene Motive auf beiden Seiten ohne Durchscheinen.
  • Blueback – dünnes Plakatpapier mit blauer Rückseite für Großflächen. Die blaue Schicht verhindert, dass das alte Plakat unter dem neuen durchscheint.
Farbkontrollstreifen auf einem Druckbogen und ein Densitometer
Kontrollstreifen aus der Nähe · Visualisierung

C

  • CMYK – Farbmodell des Drucks mit vier Farben: Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Es hat einen kleineren Farbraum als der Bildschirm, deshalb wirken manche knallige RGB-Farben im Druck ruhiger; mehr dazu im Beitrag CMYK oder RGB.

D

  • Dibond – Verbundplatte aus zwei dünnen Aluminiumblechen und einem Kunststoffkern. Standardmaterial für Firmenschilder und Tafeln im Freien, rostet nicht und verzieht sich nicht in der Sonne.
  • DPI – Punkte pro Zoll, das Maß für die Auflösung von Bild oder Druck. Für Drucke, die man aus der Nähe betrachtet, gelten ca. 300 dpi im Maßstab 1:1, für Banner meist 100–150 dpi.
  • DTP – computergestützter Satz und Vorbereitung von Publikationen für den Druck. In der Praxis umfasst es Gestaltung, Textumbruch und eine Datei nach den Anforderungen der Druckerei.

E

  • Entgittern – manuelles Entfernen überschüssiger Folie nach dem Plotten von Buchstaben oder Formen. Übrig bleibt nur, was verklebt werden soll, bereit zum Übertragen mit Übertragungsfolie.

F

  • Falzen – maschinelles Falten bedruckter Bogen, etwa von Flyern im Zickzack- oder Wickelfalz. Dicke Papiere werden vor dem Falzen gerillt.
  • Folie monomer und polymer – die zwei Grundarten selbstklebender Folie. Monomere Folie ist günstiger und hält auf ebenen Flächen 2–3 Jahre, polymere ist formstabiler, verträgt leichte Wölbungen und hält 5–7 Jahre.
  • Frontlit – Banner für Beleuchtung von vorn oder für den Einsatz bei Tageslicht. Die am häufigsten bestellte Bannerart.

G

  • Gegossene Folie (Cast) – die dünnste und flexibelste Selbstklebefolie, gegossen statt kalandriert. Sie passt sich Karosseriesicken an und hält 8–10 Jahre.
  • Grammatur – Gewicht von 1 m² Papier oder Material in Gramm. Flyer werden meist auf 130–170 g gedruckt, Visitenkarten auf 350 g; Details im Ratgeber Papiergrammatur.
  • Gravur – dauerhaftes Aufbringen von Schrift oder Muster durch Materialabtrag mit Laser oder Fräser. Eine Gravur reibt sich nicht ab wie ein Aufdruck, deshalb wird sie für Typenschilder und Pokale verwendet.

H

  • Heißfolienprägung – Übertragen einer Metallicfolie (Gold, Silber, farbig) auf den Druck. Heiß erfolgt sie mit Prägewerkzeug, bei kurzen Serien digital ohne Werkzeug.
  • HIPS – dünner, steifer Polystyrol-Kunststoff (meist 0,5–1 mm) für POS-Material. Daraus entstehen Wobbler, Shelfstopper und Anhänger.
  • Hohlsaum (Tunnel) – umgeschlagene und verschweißte oder vernähte Kante eines Banners oder einer Fahne, durch die ein Rohr oder Seil geführt wird. Üblich bei Fahnen, Gerüstnetzen und Bannern in Rahmen.

K

  • Kaschieren – Aufkleben eines Drucks auf einen starren Träger, etwa eines Plakats auf PVC oder Dibond. Beim UV-Direktdruck auf die Platte entfällt dieser Schritt oft.
  • Kiss-Cut – Anschnitt nur der obersten Materialschicht, ohne das Trägermaterial zu durchtrennen. So werden Aufkleber geschnitten, die man einzeln vom Bogen oder von der Rolle abzieht.

L

  • Laminieren – Überziehen eines Drucks mit transparenter Folie (Laminat) zum Schutz oder für einen matten bzw. glänzenden Effekt. Im Großformat gibt es auch rutschhemmende und Anti-Graffiti-Laminate.
  • LED – Leuchtdioden zur Hinterleuchtung von Leuchtkästen, Buchstaben und Textilspannrahmen. Sie verbrauchen wenig Energie und leuchten viele Jahre.
  • Leuchtkastenfront – die vordere, sichtbare Fläche eines Leuchtkastens oder 3D-Buchstabens. Meist aus opalem Acrylglas mit Folie oder aus Dibond mit gefrästen Elementen.

M

  • Mesh (Netzvinyl) – perforiertes PVC-Material, durch das Luft strömt. Es wird an Gerüsten und Fassaden eingesetzt, weil es die Windlast verringert.

O

  • Offset – Druckverfahren mit Druckplatten über einen Zwischenzylinder, wirtschaftlich bei hohen Auflagen. Auch Name für ungestrichenes Papier, auf dem man schreiben kann.
  • One Way Vision – perforierte Fensterfolie (Lochfolie): Von außen sieht man die Grafik, von innen kann man durch die Scheibe schauen. Beliebt an Schaufenstern und Heckscheiben.
  • Ösen – Einschlagen von Metallösen in die Bannerkante, durch die Seil oder Kabelbinder geführt werden. Standard alle 50 cm, bei starkem Wind enger.

P

  • Pantone – Farbfächersystem, in dem jede Farbe eine Nummer hat. Es dient der eindeutigen Festlegung der Hausfarbe; im CMYK-Druck wird die nächstliegende Entsprechung erzielt.
  • Partieller UV-Lack (Spotlack) – farbloser Lack, der nur auf ausgewählte Elemente wie das Logo aufgetragen und mit UV-Licht ausgehärtet wird. Er erzeugt einen Glanzkontrast auf mattem Grund.
  • Prägung – Einprägen eines erhabenen oder vertieften Musters in Papier mit einem Prägewerkzeug. Das Relief ist unter dem Finger spürbar, mit oder ohne Farbe.
  • Preflight – technische Prüfung der Datei vor dem Druck: Format, Beschnitt, Farben, Auflösung, Schriften. Wir beschreiben sie im Ratgeber DTP und Druckvorstufe.
  • Proof – Probedruck, der zeigt, wie die Farbe in der Auflage aussehen wird. Ein Kontraktproof hat ein Zertifikat über die Farbverbindlichkeit und wird mitunter vertraglich verlangt.
  • PVC-Hartschaum – leichte, steife Kunststoffplatte, einfach zu verarbeiten. Gut für Innenräume und kürzere Einsätze im Freien.

R

  • RGB – Farbmodell von Bildschirmen: Rot, Grün, Blau. RGB-Dateien werden vor dem Druck in CMYK konvertiert.
  • Rillen – Einprägen einer Falzlinie in Papier, Karton oder Kunststoff vor dem Falten. Ohne Rillung bricht dickes Papier am Rücken, und Karton knickt ungleichmäßig.
  • RIP – Software, die eine PDF-Datei in Daten für eine bestimmte Druckmaschine umrechnet. Dort werden das Farbprofil des Materials und die Anordnung der Grafiken eingestellt.
  • Roll-up – mobiles Displaysystem, bei dem sich die Grafik in eine Aluminiumkassette einrollt. Aufgebaut in wenigen Dutzend Sekunden.

S

  • Schweißnaht – Verbinden oder Verstärken der Bannerkante durch Aufschmelzen des Materials mit Heißluft. Sie verstärkt die Ränder vor dem Ösen und verbindet Bahnen zu großen Formaten.
  • SEG – Textilgrafik mit einem an der Kante eingenähten Silikonkeder, der in die Nut eines Aluminiumrahmens gedrückt wird. Ergibt eine straffe, plane Fläche ohne sichtbare Befestigung.
  • Sicherheitsabstand – Streifen entlang der Formatkante, in dem keine Texte oder wichtigen Elemente stehen. Im Kleinformat meist 3–5 mm, bei Bannern wegen Schweißkante und Ösen mehr.
  • Stanzen – Ausschneiden einer Form mit einem Stanzwerkzeug, also einer Form mit Klingen, bei hohen Auflagen. Bei kurzen Serien ersetzen es Plotter- oder Laserschnitt.
  • Sublimation – Druck, bei dem der Farbstoff unter Hitze gasförmig wird und in die Polyesterfaser eindringt. Der Druck bricht nicht und schlägt auf die Rückseite des Stoffes durch.

U

  • UV-Druck – Verfahren, bei dem die Tinte unter einer UV-Lampe in Sekundenbruchteilen aushärtet. Der Druck ist sofort fertig, und die Tinte haftet auch auf Platten, Glas und Metall.

Ü

  • Überdrucken (Overprint) – Einstellung, bei der eine Farbe über eine andere gedruckt wird, statt sie „auszusparen“. Nützlich bei schwarzem Text, falsch eingestellt kann es aber ein weißes Element aus dem Druck verschwinden lassen.

V

  • Vektor – Grafik, die als mathematische Kurven statt als Pixel gespeichert ist. Sie lässt sich beliebig ohne Schärfeverlust vergrößern, deshalb sollte ein Logo für Druck, Fräsen und Schneiden als Vektor vorliegen.
  • Vollton (Fläche) – einheitliche, volle Fläche einer Farbe ohne Verläufe. Große Volltonflächen sind im Druck am anspruchsvollsten, weil man dort Farbschwankungen und Passerfehler am leichtesten sieht.

W

  • Weißunterdruck – Schicht weißer Tinte unter der Farbe auf transparentem oder dunklem Material. Ohne sie wirken Farben auf Acrylglas oder Glas blass und durchscheinend.
  • White Label – Produktion unter fremder Marke: Die Druckerei führt den Auftrag für eine Agentur ohne eigene Kennzeichnung aus. Details im Ratgeber White Label in der Werbung.
  • Wobbler – kleines Werbeelement an einem flexiblen Arm, das ans Ladenregal geklebt wird. Es bewegt sich bei leichtem Luftzug und zieht den Blick an.
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Fragen und Antworten

Was uns außerdem oft gefragt wird

Worin unterscheidet sich Digitaldruck vom Offsetdruck?

Der Digitaldruck druckt direkt aus der Datei, ohne Druckplatten, und lohnt sich daher bei kleinen Auflagen und Personalisierung. Offset erfordert die Herstellung von Druckplatten, liefert aber bei hohen Auflagen niedrigere Stückkosten. Die Rentabilitätsgrenze hängt von Produkt und Seitenzahl ab.

Was bedeutet 4/4 oder 4/0?

Die erste Zahl steht für die Farben auf der Vorderseite, die zweite für die Rückseite. 4/4 ist beidseitig vierfarbig, 4/0 vorne vierfarbig und hinten unbedruckt, 1/0 einfarbig auf einer Seite.

Was ist Endformat und Datenformat?

Das Endformat ist das Maß des fertigen Produkts nach dem Beschnitt, z. B. 148 × 210 mm für A5. Das Datenformat ist das Maß der Datei oder des Bogens mit Beschnitt, z. B. 154 × 216 mm. An die Druckerei schicken Sie die Datei im Datenformat.

Was fehlt in diesem Glossar?

Wir haben uns auf die Begriffe konzentriert, die beim Bestellen von Werbung und Druck am häufigsten fallen. Stoßen Sie im Angebot auf einen Begriff, der hier fehlt, fragen Sie uns – wir erklären ihn am Telefon oder per E-Mail.

WIELKA REKLAMA · SEIT 1991 · FÜR KUNDEN IN GANZ EUROPA

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