
Woraus ein Corporate Design besteht
Viele denken, Corporate Design sei einfach das Logo. Das Logo ist sein Herzstück, ordnet aber für sich allein nichts. Corporate Design ist ein ganzes System – und erst wenn alle Elemente zusammenspielen, erkennt der Kunde das Unternehmen schon an der Farbe des Autos oder der Form des Firmenschilds, bevor er den Namen liest.
In der Praxis teilen wir es in vier Ebenen:
- Grundlagen: Logo (mit Varianten – quer, hoch, einfarbig, für dunklen Hintergrund), Hausfarben mit Farbnummern, Schrift, eventuell ein wiederkehrendes Grafikelement oder Muster.
- Geschäftsausstattung: Visitenkarten, Briefpapier, Umschläge, Angebotsmappen, Stempel, E-Mail-Signatur, Vorlagen für Angebot und Rechnung.
- Beschilderung und Umfeld: Firmenschild oder Leuchtkasten, Schaufensterbeschriftung, Türschilder, Innenbeschilderung, Firmenfahrzeuge, Arbeitskleidung.
- Digitale Kanäle: Website, Social-Media-Profile, Vorlagen für Post-Grafiken, Google-Unternehmensprofil.
Die Regeln für all das werden im Corporate-Design-Manual festgehalten oder in einer kürzeren Fassung, dem Brand Book (Markenhandbuch). Die Unterschiede zwischen Logo, Branding und Designmanual erklären wir im Ratgeber Logo und Branding.
Was der Druck der Geschäftsausstattung kostet
| Element | Variante | Richtpreis |
|---|---|---|
| Visitenkarten | 90 × 50 mm, 4/4, Bilderdruck matt 350 g, 500 Stück | ca. 15 € |
| Briefpapier | A4, 4/0, Offset 90 g, 500 Stück | ca. 49 € |
| Angebotsmappen | A4, 4/0, Bilderdruck matt 350 g, Mattfolie, 100 Stück | ca. 135 € |
| Firmenschild am Eingang | Dibond 3 mm mit UV-Druck, 150 × 50 cm (0,75 m² × 55 €) | ca. 41 € |
| Türschild | Acrylglas 3 mm mit Druck und weißer Hinterlegung | ca. 43–60 €/m² |
| Druck auf T-Shirts | Transfer A4, 20–49 Stück | ca. 3,30 €/Stück (nur Druck) |
| Fahrzeugbeschriftung | gegossene Folie mit UV-Druck + Laminat | ca. 19–29 €/m² + ca. 8 €/m² |
Richtpreise für Visitenkarten und Kleindrucksachen finden Sie in unserem Produktkatalog; auch die Beträge in der Tabelle sind Richtwerte. Bei größeren Auflagen sinkt der Stückpreis deutlich: 1000 Blatt Briefpapier kosten ca. 60 € netto, also kaum mehr als 500.

Corporate Design Schritt für Schritt einführen
Sie müssen nicht alles auf einmal bestellen. Eine sinnvolle Reihenfolge sieht so aus:
- Klären Sie die Grundlagen. Logo als Vektor (AI, EPS, SVG oder PDF mit Pfaden), Farbnummern – am besten Pantone für den Druck, CMYK, RGB für den Bildschirm und RAL für lackierte Elemente – sowie die Schrift. Ohne das rät jeder weitere Dienstleister.
- Machen Sie zuerst, was Kunden täglich sehen. Kennzeichnung des Eingangs, Visitenkarten, Google-Unternehmensprofil, E-Mail-Signatur.
- Angebotsunterlagen. Briefpapier, Mappen, Angebotsvorlage – wenn Sie Angebote verschicken oder Kunden treffen.
- Umfeld und Mitarbeiter. Fahrzeuge, Kleidung, Innenbeschilderung.
- Schreiben Sie die Regeln auf. Und sei es auf zwei Seiten: wie das Logo aussieht, welche Farben gelten, was man nicht tun sollte. Das geben Sie jedem, der etwas für Sie gestaltet.
Dateien und Entwürfe passen wir im Haus an – die Übertragung eines fertigen Entwurfs auf ein anderes Format kostet ca. 13 € netto, und haben Sie Ihr Logo nur als JPG, kostet die Vektorisierung ca. 26 € netto. Aufwendigere Arbeiten unseres Grafikstudios rechnen wir mit ca. 35 € netto pro Stunde ab.
- 01Briefing
Beschreibung, Maße, Fotos vom Standort und Termin — ein paar Sätze genügen.
- 02Entwurf und Angebot
Unsere Grafiker erstellen Entwurf oder Visualisierung, Sie erhalten den Preis.
- 03Freigabe
Sie geben den Entwurf frei; bei Hausfarben gibt es einen Proof.
- 04Produktion
35+ Maschinen im eigenen Werk in Polen: UV-Druck 3,2 m, CNC, Laser, 3D, Näherei.
- 05Montage oder Versand
Eigene Teams und Fahrzeuge in ganz Europa, Partnernetz, Kuriere weltweit.
Die häufigsten Fehler, die wir in Dateien sehen
Über die Jahre gehen Tausende Dateien von Unternehmen durch unsere Hände, und viele Probleme wiederholen sich:
- Fünf Töne „derselben“ Farbe. Das Firmenschild kam von einem Anbieter, die Visitenkarten von einem zweiten, die T-Shirts von einem dritten – und jeder hat das Rot nach Augenmaß gewählt. Die Lösung: eine Farbnummer und gegebenenfalls ein Proof oder Probedruck auf dem Material vor einer großen Bestellung.
- Logo nur in einer Variante. Das farbige Logo auf weißem Grund wirkt auf der Visitenkarte gut, aber was ist mit Gravur, mit weißer Schrift aus Folie auf der Scheibe oder mit dem beleuchteten Leuchtkasten bei Nacht? Sie brauchen eine einfarbige und eine negative Version.
- Kleiner Text im Logo. Ein Slogan unter dem Namen, am Bildschirm lesbar, verschwindet auf dem Kugelschreiber und auf dem Firmenschild, das man von der Straße aus sieht.
- Logo aus einem Screenshot. Eine Datei mit 300 × 200 Pixeln taugt weder für ein Banner noch zum Schneiden von Buchstaben. Früher oder später muss sie nachgezeichnet werden.
- Jedes Werbemittel „ein bisschen anders“. Ein neuer Flyer in anderem Stil, weil der Grafiker Lust auf Abwechslung hatte. Der Kunde muss den Unterschied nicht bewusst bemerken – das Unternehmen wirkt einfach weniger geordnet.
Corporate Design online und auf Papier – ein Ganzes
Kunden sehen Ihr Unternehmen oft zuerst auf dem Smartphone und erst später auf der Straße. Deshalb sollten Farben und Logo auf der Website, in Social Media und im Google-Unternehmensprofil genau dieselben sein wie auf dem Firmenschild. Besonders bei Farben ist Vorsicht geboten, denn der Bildschirm leuchtet, Papier reflektiert Licht – dieselbe Farbe wirkt in RGB und CMYK etwas anders. Mehr dazu im Ratgeber CMYK oder RGB.
Eine Website im einheitlichen Design können Sie über unseren Service weblango.com bestellen, Vorlagen für Social Media erstellt ein Grafiker oder die Marketingagentur, die Ihre Profile betreut. Wichtig ist, dass alle mit denselben Quelldateien arbeiten.
