
Vektor und Bitmap – der Unterschied in der Praxis
Eine Bitmap (JPG, PNG, GIF, die meisten Fotos) ist ein Raster aus farbigen Quadraten, den Pixeln. Ihre Zahl ist begrenzt. Vergrößert man das Bild, werden die Pixel einfach größer – Kanten werden treppig, feine Linien unscharf.
Ein Vektor beschreibt Formen mit mathematischen Kurven: „Bogen von hier bis dort, gefüllt mit dieser Farbe“. Das Programm zeichnet diese Kurven in jeder Größe neu, das Logo ist auf der Visitenkarte genauso scharf wie an der Fassade.
Rechnen wir ein Beispiel. Ein Logo von der Website ist 500 Pixel breit. Auf einem 3 m breiten Banner (ca. 118 Zoll) ergibt das gut 4 Pixel pro Zoll. Selbst bei einem Banner, das aus einigen Metern betrachtet wird, braucht man einige Dutzend Pixel pro Zoll, damit die Kanten glatt wirken – Details im Ratgeber zur Auflösung für den Großformatdruck. Das lässt sich in keinem Programm „hochrechnen“. Man kann das Logo nur neu zeichnen.
Wann ein Vektor Pflicht ist und wann nur empfohlen
| Produkt | Vektor | Warum |
|---|---|---|
| Buchstaben und Schriftzüge aus geplotteter Folie | Pflicht | der Plotter schneidet mit dem Messer entlang der Kurven |
| Konturgeschnittene Aufkleber | Pflicht | die Schnittlinie muss ein Vektorpfad sein |
| 3D-Buchstaben, Logos als Raumkörper, Leuchtkästen mit gefräster Front | Pflicht | CNC-Fräse und 3D-Druck arbeiten mit Konturen |
| Gravur und Laserschnitt | Pflicht | der Laser wird entlang eines Pfads geführt |
| Druck auf Werbeartikeln und Kleidung | dringend empfohlen | beim Druck in ein oder zwei Farben braucht man saubere, scharfe Formen |
| Banner, Tafeln, Schilder mit Druck | empfohlen | ein auf mehrere Meter vergrößertes Logo muss scharf sein |
| Flyer, Visitenkarten, Plakate | empfohlen | kleine Formate verzeihen mehr, aber Text und feine Linien werden besser |
Beim Vollfarbdruck (Banner, Plakat) reicht manchmal ein Logo in sehr hoher Auflösung. Bei allem, was geschnitten wird – Folie, Acrylglas, Alu-Verbundplatte, XPS-Hartschaum –, geht ohne Vektor nichts. Die Maschine „sieht“ keine farbigen Pixel, sie braucht eine Linie, an der das Werkzeug entlangfährt.

So prüfen Sie, ob Sie einen Vektor haben
Die Dateiendung gibt einen Hinweis, entscheidet aber nicht. Die Regeln in Kürze:
- AI, EPS, SVG, CDR – meist Vektor, auch wenn jemand ein normales Bild hineinkopiert haben kann.
- PDF – kann ein Vektor sein oder eine als PDF gespeicherte Bitmap. Die häufigste Falle: Jemand macht einen Screenshot des Logos und „speichert als PDF“.
- JPG, PNG, GIF, WEBP, BMP – immer Bitmap. Die Endung in .ai zu ändern, ändert nichts.
- DOC, PPT – ein in Word oder PowerPoint eingefügtes Logo ist fast immer eine Bitmap.
Einfacher Test: Öffnen Sie das PDF im Browser oder Reader und zoomen Sie das Logo auf 800–1600 %. Bleiben die Kanten perfekt glatt, ist es ein Vektor. Sieht man Treppen und Unschärfe, ist es eine Bitmap. Zweiter Test: Versuchen Sie, den Text im Logo zu markieren. Lässt er sich als Text markieren, wurde die Schrift nicht in Pfade umgewandelt und kann auf einem anderen Rechner durch eine andere ersetzt werden. Bei der Datenprüfung fangen wir so etwas ab, besser ist aber gleich eine Version mit in Pfade umgewandeltem Text.
- 01Briefing
Beschreibung, Maße, Fotos vom Standort und Termin — ein paar Sätze genügen.
- 02Entwurf und Angebot
Unsere Grafiker erstellen Entwurf oder Visualisierung, Sie erhalten den Preis.
- 03Freigabe
Sie geben den Entwurf frei; bei Hausfarben gibt es einen Proof.
- 04Produktion
35+ Maschinen im eigenen Werk in Polen: UV-Druck 3,2 m, CNC, Laser, 3D, Näherei.
- 05Montage oder Versand
Eigene Teams und Fahrzeuge in ganz Europa, Partnernetz, Kuriere weltweit.
Woher Sie ein Vektorlogo bekommen
- Fragen Sie den Urheber des Logos. Die Grafikerin oder Agentur, die das Zeichen entworfen hat, sollte die Quelldateien haben. Bitten Sie um „das Logo in Pfaden, im Format AI, EPS oder PDF, in Farbe und einfarbig“.
- Suchen Sie in alten Aufträgen. Druckdateien für Visitenkarten oder Briefpapier von der früheren Druckerei enthalten sehr oft ein Vektorlogo. Es genügt, uns ein solches PDF zu schicken.
- Prüfen Sie das Corporate-Design-Handbuch. Hat das Unternehmen ein Markenhandbuch, liegen meist Logodateien bei.
- Beauftragen Sie die Vektorisierung. Klappt nichts davon, zeichnen wir das Logo von Hand aus der besten Bitmap nach, die Sie haben. Die Kosten liegen bei ca. 26 € netto, das Ergebnis ist bereit für Fräse, Schneideplotter und Druck in jedem Maßstab.
Von automatischem „Nachzeichnen“ in Grafikprogrammen oder Online-Diensten raten wir ab. Bei einem einfachen, einfarbigen Zeichen klappt es manchmal, meist entstehen aber Kurven mit Hunderten Punkten, abgerundete Ecken und Buchstaben, die „schwimmen“. Für den Bannerdruck geht das noch, für das Fräsen von 3D-Buchstaben nicht mehr.
- 24 hExpressdruck (UV-Tinten müssen nicht trocknen)
- ca. 3 TageStandardlieferzeit
- bis 14 Tagegroße Projekte mit Montage
Zzgl. Versand. Nennen Sie uns Ihren Termin — wir planen die Produktion danach.
Vektor, Farben und Schriften
Eine gute Vektordatei enthält nicht nur die Form, sondern auch die definierte Farbe. Hat Ihr Unternehmen eine Farbe mit Pantone-Nummer, sollte sie in der Datei hinterlegt sein – dann bleibt der Farbton bei Folgeaufträgen wiederholbar. Mehr dazu im Beitrag Firmenfarbe im Druck.
Ein Logo mit Schatten, Verläufen und 3D-Effekt kann ebenfalls ein Vektor sein, für Folienschnitt oder Fräsen braucht man aber trotzdem eine vereinfachte Version – flach, in ein oder zwei Farben. Am besten haben Sie beide Versionen gleich parat. Bei Raumbuchstaben oder Leuchtkästen entscheidet genau die flache Version über die Wirkung – wie sie entstehen, beschreiben wir auf der Seite 3D-Buchstaben und Logos als Raumkörper.
