
Was wir auf der CNC schneiden – Materialien und typische Einsätze
Die Fräse ist bei uns eine Maschine für jeden Tag, denn ohne sie gäbe es kein Schild aus Buchstaben, keinen Leuchtkasten mit gefräster Front und kein ordentliches Display. Am häufigsten bearbeiten wir:
- Alu-Dibond (Verbundplatte) – Schilder in Logoform, unbeleuchtete Buchstaben, Leuchtkastenfronten mit ausgefrästem Schriftzug, Tafeln mit Montagebohrungen. Alu-Dibond lässt sich auch mit V-Nut fräsen und kanten, so entstehen Leuchtkästen und Gehäuse ohne Schweißen.
- Acrylglas (PMMA) – Buchstaben, Schilder auf Abstandshaltern, beleuchtete Elemente, Ständer, Displays. Dickere Platten fräsen wir lieber, als sie zu lasern.
- PVC-Hartschaum – 3D-Buchstaben aus dickeren Platten (10–19 mm), Innentafeln, Formteile für Displays, Modelle.
- Sperrholz und MDF – Elemente für Aufsteller, Szenografie, Buchstaben zum Lackieren, Sockel.
- Weitere Kunststoffe – HIPS, Polycarbonat, Sandwichplatten – nach Prüfung des konkreten Materials.
Massivmetall, Stahl und dicke Aluminiumplatten sind eine andere Technik als unsere typischen Werbeplatten – solche Bearbeitung kalkulieren wir individuell. Alu-Dibond wird trotz Aluminiumdeckschichten wie Kunststoff bearbeitet, damit gibt es keine Probleme.
Auf dieselbe Platte können wir vor dem Fräsen eine Grafik im UV-Druck aufbringen – Druck und Fräsung machen wir im Haus, Form und Druck sind also passgenau. Eine häufige Kombination bei Firmenschildern und Tafeln.
Bei größeren Serien – z. B. Dutzenden identischen Schildern oder Displayteilen – verschachteln wir die Formen so auf der Platte, dass möglichst wenig Verschnitt entsteht. Das senkt die Materialkosten spürbar, deshalb fragen wir bei Serienangeboten nach der genauen Stückzahl, nicht nach „ungefähr“.
Preise für CNC-Fräsen
| Leistung | Preis | Beispiel |
|---|---|---|
| 2D-Zuschnitt – Material bis 3 mm | ca. 1,65 € / lfm | Alu-Dibond 3 mm, Acrylglas 3 mm, HIPS |
| 2D-Zuschnitt – Material bis 5 mm | ca. 2,10 € / lfm | PVC 5 mm, Acrylglas 5 mm, Sperrholz |
| 2D-Zuschnitt – Material bis 10 mm | ca. 2,80 € / lfm | PVC 10 mm, Acrylglas 8–10 mm |
| 2D-Zuschnitt – Material bis 20 mm | ca. 6 € / lfm | PVC 19 mm, MDF, dicke Buchstaben |
| 2D-Zuschnitt – Material bis 30 mm | ca. 8 € / lfm | dicke Platten, Konstruktionsteile |
| 2D-Zuschnitt – Material bis 40 mm | ca. 11 € / lfm | Blöcke, Sockel |
| V-Nut-Fräsen (zum Kanten von Alu-Dibond) | ca. 3,30 € / lfm | Leuchtkästen, Gehäuse, Dibond-Buchstaben |
| Mechanisches Gravieren | ca. 5 € / lfm Weg | Typenschilder, Beschriftungen |
| Kanten fasen | ca. 1,90 € / lfm | Premium-Finish |
| Datei- und Maschinenvorbereitung | ca. 8 € / Auftrag | einmalig |
| Mindestwert für Fräsarbeiten | ca. 19 € | unterhalb dieses Betrags |
Ein Meter Fräsweg ist die Strecke, die der Fräser zurücklegt – also die Summe der Umfänge aller geschnittenen Formen, einschließlich der Innenformen in Buchstaben. Ein Schriftzug in feiner, verzierter Schrift hat einen deutlich längeren Weg als dieselbe Breite in einer schlichten Schrift.

Beispiel: Was kostet ein aus Alu-Dibond gefrästes Logo?
Nehmen wir ein Logo aus Alu-Dibond 3 mm, ca. 80 × 40 cm, mit einigen Buchstaben. Nach dem Laden der Datei zeigt das Programm 6 lfm Fräsweg.
- Fräsen: 6 lfm × 1,65 € = 10 €
- Datei- und Maschinenvorbereitung: ca. 8 €
- Zusammen für die Bearbeitung: ca. 18 € – praktisch der Mindestwert für Fräsarbeiten von ca. 19 € netto
- Dazu Material: Alu-Dibond 3 mm mit UV-Druck kostet ca. 35–55 € netto/m² je nach Menge, bei einem Einzelstück rechnen wir die ganze belegte Plattenfläche für die Form
Fertige Buchstaben mit Montage auf Abstandshaltern kalkulieren wir als Produkt – unbeleuchtete 3D-Buchstaben und Logos aus Alu-Dibond oder Acrylglas beginnen bei ca. 16 € netto pro Zeichen bei 30 cm Höhe.
Oft ist es günstiger, uns das ganze Schild machen zu lassen, als die Platte woanders zu kaufen und nur den Zuschnitt zu bestellen – Sie sparen den Transport großer Platten und das Risiko, dass das Material nicht zur Maschine passt.
Fräse, Laser oder Messer – wann wir was wählen
Wir haben drei Arten, Platten zu schneiden, und wählen nach dem Material, nicht umgekehrt.
- CNC-Fräse – Alu-Dibond, dickes Acrylglas, PVC ab 5 mm, Sperrholz, MDF. Saubere, gerade Kante, bei Acrylglas matt – sie lässt sich polieren.
- Laser – dünnes Acrylglas bis 5–6 mm, Sperrholz und MDF bis 5 mm, Filz, PET. Acrylglas hat nach dem Laser eine glänzende Kante wie poliert, ohne Nacharbeit. Ab ca. 8 mm sinkt die Kantenqualität, dann wählen wir die Fräse.
- Oszillierendes Messer – PVC-Hartschaum bis 5 mm (ca. 1,30 € netto/lfm), Karton, HIPS, Schaumplatten. Schnell und günstig, ohne Staub.
PVC schneiden wir nie mit dem Laser – beim Verbrennen entstehen ätzende und schädliche Dämpfe. Fragt jemand nach „Laserschnitt von PVC“, machen wir es mit Messer oder Fräse. Mehr zum Laser im Ratgeber Lasergravur und Laserschnitt, zur Materialwahl beim Schild im Text Acrylglas, Alu-Dibond oder PVC.
Datei fürs Fräsen vorbereiten
Die Fräse braucht einen Vektor, kein Bild. Am besten PDF, AI, EPS, DXF oder SVG im Maßstab 1:1, mit geschlossenen Kurven.
Checkliste vor dem Versand:
- Text in Pfade umgewandelt,
- Schnittlinien auf eigener Ebene oder in eigener Farbe, ohne Füllungen und Effekte,
- keine doppelten, übereinanderliegenden Linien – der Fräser fährt zweimal, und Sie zahlen dafür,
- Stärke und Art des Materials angegeben,
- markiert, was durchgeschnitten und was nur graviert oder auf Tiefe gefräst wird.
Denken Sie daran, dass der Fräser rund ist. Innenecken haben immer einen kleinen Radius, gleich dem Werkzeugradius – einen spitzen 90°-Winkel innen im Buchstaben kann man nicht fräsen. Sehr dünne Elemente, etwa Serifen bei kleinen Buchstaben, können ausbrechen, besonders in PVC.
Sie haben das Logo nur als JPG oder PNG? Wir vektorisieren es – ca. 26 € netto pro Logo, fertig zum Fräsen.
