
Drei Materialien in einem Satz
Alu-Dibond ist eine Aluminium-Verbundplatte: zwei dünne Aluminiumdeckschichten und ein Kunststoffkern. Sieht aus wie Blech, ist aber leicht, plan und rostet nicht. Der Standard für Fassadenschilder.
Acrylglas (PMMA, oft Plexiglas genannt) ist eine klare oder opale Platte, die wie Glas aussieht, aber leichter und weniger bruchempfindlich ist. Wir bedrucken sie von hinten oder von vorn, mit weißem Unterdruck für satte Farben.
PVC-Hartschaum ist eine leichte, weiße Kunststoffplatte. Lässt sich leicht schneiden und fräsen, ist günstig, aber weniger steif und kann sich in der Sonne mit der Zeit verformen.
Alle drei Materialien bedrucken wir direkt im UV-Druck – ohne aufgeklebte Folie – und schneiden sie auf Maß zu, auch in Sonderformen auf der CNC-Fräse.
Materialien für Schilder im Vergleich
| Material | Preis | Außen | Optik | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| PVC-Hartschaum 3 mm | ca. 21–33 € | Kurzfristig | Matte, leichte Platte | Kleine Schilder, Innenbeschilderung |
| PVC-Hartschaum 5 mm | ca. 26–39 € | Kurzfristig | Steifer | Innentafeln, größere Formate |
| Alu-Dibond 3 mm | ca. 35–55 € | Ja, 10+ Jahre | Plan, „metallisch“ | Fassadenschilder, Tafeln |
| Alu-Dibond 3 mm Premium | ca. 45–65 € | Ja | Ohne Welligkeit bei großen Tafeln | Große Schilder, Leuchtkastenfronten |
| Acrylglas klar 3 mm | ca. 43–60 € | Ja | Glaseffekt, Tiefe | Schilder auf Abstandshaltern, Empfang |
| Acrylglas opal 3 mm | ca. 48–70 € | Ja | Milchig, streut Licht | Fronten von Leuchtkästen und beleuchteten Schildern |
| Polycarbonat massiv 3 mm | ca. 55–75 € | Ja | Transparent, sehr schlagfest | Vandalismusgefährdete Orte |
Details und alle Preise: Firmenschilder und Tafeln sowie Druck auf Platten und Paneelen.

Was kostet ein Beispielschild 100 × 60 cm?
Ein Schild 100 × 60 cm hat 0,6 m². Bei so kleiner Fläche rechnen wir mit dem Satz der höchsten Staffel (1–4 m²):
- PVC 3 mm: 0,6 × 33 € = ca. 20 € – der Mindestauftragswert liegt bei uns aber bei ca. 24 € netto, ein kleines PVC-Schild kostet also so viel wie das Minimum,
- Alu-Dibond 3 mm: 0,6 × 55 € = ca. 33 € netto,
- Acrylglas klar 3 mm mit weißem Unterdruck: 0,6 × 60 € = ca. 36 € netto,
- vier Edelstahl-Abstandshalter für Acrylglas oder Alu-Dibond: 4 × ca. 2,35 € = ca. 9,40 € netto.
Der Unterschied zwischen „billigem“ und „ordentlichem“ Schild in dieser Größe beträgt also nur wenige Euro. Bei einem Schild, das einige Jahre an der Fassade hängen soll, lohnt es sich nicht, am Material zu sparen.
Alu-Dibond – Vor- und Nachteile
Vorteile: steif, plan, beständig gegen Feuchtigkeit, Frost und Sonne. Rostet nicht. UV-Druck auf Alu-Dibond verträgt Außenbedingungen gut. Lässt sich fräsen, nach V-Nut-Fräsung kanten und zu 3D-Buchstaben verarbeiten. Hält an der Fassade viele Jahre.
Nachteile: Bei sehr großen Tafeln kann Standard-Dibond in der Sonne leicht wellig werden – dann nehmen wir die Premiumvariante mit dickerer Aluminiumschicht. Die Kante zeigt einen dünnen Streifen Kernmaterial, den wir bei hochwertigen Schildern manchmal mit einer Leiste oder durch Montage auf Abstandshaltern kaschieren.
Das ist unsere Standardwahl, wenn ein Kunde einfach nach einem „Schild fürs Gebäude“ fragt.
- 24 hExpressdruck (UV-Tinten müssen nicht trocknen)
- ca. 3 TageStandardlieferzeit
- bis 14 Tagegroße Projekte mit Montage
Zzgl. Versand. Nennen Sie uns Ihren Termin — wir planen die Produktion danach.
Acrylglas – Vor- und Nachteile
Vorteile: Glaseffekt und Tiefe, die Alu-Dibond nicht bietet. Ein Schild aus klarem Acrylglas auf Abstandshaltern am Eingang einer Kanzlei oder Praxis wirkt elegant. Opales Acrylglas ist das Grundmaterial für Fronten von Leuchtkästen und Leuchtbuchstaben, weil es LED-Licht gleichmäßig streut.
Nachteile: Es verkratzt leichter als Alu-Dibond, und bei der Reinigung sind Lösungsmittel und Alkohol tabu – es wird matt und reißt. An Stellen mit Tritten, Steinwürfen oder Vandalismus ist Polycarbonat die bessere Wahl.
Acrylglas eignet sich auch sehr gut für Innenbeschilderung: Türschilder, Tafeln am Empfang, Wegweiser – mehr auf der Seite Tür- und Wegweiserschilder.
So montieren wir Schilder aus Platten
Das Material ist die halbe Miete, die andere Hälfte ist die Befestigung. Am häufigsten verwenden wir:
- Edelstahl-Abstandshalter – ein Schild einige Zentimeter vor der Wand wirkt leichter und gleicht Unebenheiten im Mauerwerk besser aus. Abstandshalter mit Montage kosten ca. 2,35 € netto pro Stück,
- Montagebohrungen und Dübel – die einfachste Befestigung am Mauerwerk, eine Bohrung in der Platte kostet ca. 0,45 € netto pro Stück,
- hochfestes doppelseitiges Klebeband – für leichte Schilder auf glattem Untergrund wie Glas oder Blech, ca. 1,85 € netto pro laufendem Meter,
- Aufhänger und Hängesysteme – bei Tafeln, die von Zeit zu Zeit getauscht werden, ca. 1,70 € netto pro Stück.
Dazu ein Detail, das den Unterschied macht: abgerundete Ecken (ca. 0,55 € netto pro Ecke). Ein Schild mit scharfen Ecken auf Kopfhöhe, etwa am Eingang, wird leicht beschädigt – und man verletzt sich noch leichter daran.
PVC – wann es reicht und wann nicht
PVC-Hartschaum wählen wir, wenn der Preis zählt und das Schild innen hängt: Bürobeschilderung, Infotafeln in Schule oder Halle, Ausstellungstafeln. Draußen bewährt es sich kurzfristig – z. B. für eine Saison, eine Aktion oder die Bauzeit.
Für ein Schild, das jahrelang an einer Südwand hängen soll, empfehlen wir PVC nicht. Eine dunkle Platte heizt sich in der Sonne auf, dünnes PVC kann sich dann verziehen. Dickeres PVC mit 10 mm ist dagegen ein gutes Material für gefräste Buchstaben und räumliche Elemente im Innenraum.
Einen ausführlicheren Vergleich der Materialien für Außentafeln finden Sie im Ratgeber Alu-Dibond oder PVC im Außenbereich, und wenn das Schild leuchten soll, im Text Leuchtkasten oder 3D-Buchstaben.
