
Rolle oder Bogen – der Vergleich in einer Tabelle
| Kriterium | Rolle | Bogen |
|---|---|---|
| Art des Aufklebens | Etikettenspender, Etikettendrucker, von Hand aus dem Abroller | von Hand, einzeln vom Bogen abgezogen |
| Typische Auflage | Hunderte und Tausende desselben Etiketts | einige Dutzend bis einige Hundert Stück, oft mehrere Motive |
| Mehrere Motive in einer Bestellung | möglich, aber jedes Motiv auf eigener Rolle | einfach – verschiedene Motive auf einem Bogen |
| Lagerung | kompakt, keine geknickten Ecken | flach, praktisch für Mappe oder Schublade |
| Was Sie angeben müssen | Kerndurchmesser, Abwickelrichtung, Etiketten pro Rolle | Bogenformat und Anordnung der Etiketten |
| Für wen | Produktion, Lager, Shops mit hohem Umschlag | kleine Manufaktur, Events, Werbeaufkleber |
Eine einfache Regel, die wir in der Beratung anwenden: Wenn eine Maschine etikettiert oder jemand das Hunderte Male am Tag macht, nehmen Sie die Rolle. Wenn Sie gelegentlich kleben, am Schreibtisch oder am Stand, ist der Bogen bequemer.
Wann die Rolle die einzig sinnvolle Wahl ist
Etikettenspender und Thermotransferdrucker arbeiten ausschließlich mit Rollen. Hier gibt es keine Wahl, aber Details, die Sie vor dem Druck angeben müssen, weil sie sich danach nicht mehr korrigieren lassen:
- Kerndurchmesser (der Hülse, auf die die Etiketten gewickelt sind) – muss zur Aufnahme in der Maschine passen,
- maximaler Rollendurchmesser – der Spender hat begrenzten Platz,
- Abwickelrichtung – ob das Etikett mit Kopf, Fuß oder Seite voran von der Rolle kommt,
- Anzahl der Etiketten pro Rolle und Abstand zwischen ihnen.
Das häufigste Problem sind falsch gewickelte Etiketten. Die Rolle passt, die Maschine läuft, aber die Schrift auf dem Produkt steht auf dem Kopf. Deshalb bitten wir bei der ersten Bestellung um ein Foto oder die Bezeichnung des Spenders und ein Wickelschema.
Etiketten auf Rolle beschreiben wir auf der Seite Haftetiketten auf Rolle, den Preis kalkulieren wir auf Anfrage.

Wann der Bogen besser ist
Der Bogen gewinnt, wenn:
- Sie von Hand kleben und nicht mit einer Rolle kämpfen möchten, die sich auf dem Tisch abwickelt,
- Sie mehrere Motive in kleinen Mengen haben – z. B. fünf Marmeladensorten zu je 40 Gläsern,
- die Aufkleber als Beigabe zum Kunden gehen (ein Bogen mit mehreren Aufklebern im Paket),
- Sie gleichzeitig Aufkleber in verschiedenen Größen brauchen.
Auf einem Bogen können wir verschiedene Formen und Größen nebeneinander platzieren, jede nach ihrer eigenen Kontur angeschnitten. Das Trägermaterial bleibt, die Aufkleber lösen sich einzeln. Details finden Sie auf der Seite Bogenaufkleber.
Der Bogen hat noch einen weniger offensichtlichen Vorteil: Er lässt sich vor dem Aufkleben leichter prüfen. Sie sehen sofort die ganze Auflage eines Motivs, können die Stückzahl leicht zählen und eine Reserve beiseitelegen. Bei der Rolle lagern Sie die Reserve am Stück oder müssen die Rolle durchschneiden, was beim Aufkleben von Hand lästig sein kann.
Woraus ein Etikett besteht und was es kostet
Das Material wählen Sie nach Produkt und Einsatzort des Etiketts. Richtpreise für den Druck pro m² (je größer die Bestellfläche, desto niedriger der Satz):
- monomere Folie weiß – ca. 6–12 € netto/m², Standard für Produkte in trockener Umgebung und kürzere Einsatzdauer,
- transparente Folie – ca. 7–14 € netto/m², Effekt eines Drucks direkt auf Glas oder Kunststoff,
- polymere Folie – ca. 9–16 € netto/m², für draußen und leichte Rundungen, Haltbarkeit 5–7 Jahre.
Dazu kommt der Schnitt. Auf der Rolle stanzen wir die Etiketten nach Kontur an (Kiss-Cut) – ca. 1,20 € netto pro laufenden Meter Schnittlinie. Auf dem Bogen ist der Satz für den Konturanschnitt ähnlich. Bei starkem Abrieb kann ein Laminat ergänzt werden, ca. 4,90 € netto/m².
Hier liegt eine Falle, an die kaum jemand denkt: Bei kleinen Etiketten macht die Schnittlänge, nicht der Druck, den Großteil des Preises aus. Ein Etikett 10 × 5 cm hat 30 cm Umfang, 100 Stück sind also ca. 30 lfm Schnitt, das sind ca. 36 €, der Druck auf einem halben Quadratmeter Folie dagegen ca. 6 € (0,5 m² × ca. 12 €). Deshalb sind ein Rechteck mit abgerundeten Ecken oder ein Kreis günstiger als eine komplizierte Form mit Einschnitten.
- 24 hExpressdruck (UV-Tinten müssen nicht trocknen)
- ca. 3 TageStandardlieferzeit
- bis 14 Tagegroße Projekte mit Montage
Zzgl. Versand. Nennen Sie uns Ihren Termin — wir planen die Produktion danach.
So bereiten Sie die Druckdatei für Etiketten vor
- Legen Sie das Endformat des Etiketts an und geben Sie auf jeder Seite 2 mm Beschnitt dazu.
- Zeichnen Sie die Schnittlinie als eigene Ebene oder Sonderfarbe (z. B. CutContour) als Vektor.
- Halten Sie Texte und wichtige Elemente ca. 2–3 mm von der Schnittlinie entfernt.
- Legen Sie die Farben in CMYK an – mehr dazu im Ratgeber zu Beschnitt in der Druckvorstufe.
- Bei der Rolle ergänzen Sie: Kerndurchmesser, Abwickelrichtung und Anzahl der Etiketten pro Rolle.
- Beim Bogen schreiben Sie, wie viele Stück jedes Motivs auf einen Bogen sollen.
Haben Sie keine Schnittlinie oder liegt der Entwurf als JPG vor, bereiten wir die Datei im eigenen Haus auf – die technische Datenprüfung ist bei uns immer im Auftragspreis enthalten.
