
Die gängigsten Platten – Vergleichstabelle
| Material | Im Freien | Typischer Einsatz | Preis netto / m² |
|---|---|---|---|
| Dibond 3 mm (Standard) | ja, 10+ Jahre | Firmenschilder, Tafeln, Beschilderung | ca. 35–55 € |
| Dibond 3 mm Premium (dickeres Aluminium) | ja | Fassaden, große Tafeln, Leuchtkastenfronten | ca. 45–65 € |
| Acrylglas klar 3 mm | ja | Schilder mit Abstandshaltern, Schutzscheiben, Displays | ca. 43–60 € |
| Acrylglas opal 3 mm | ja | Fronten beleuchteter Leuchtkästen | ca. 48–70 € |
| Polycarbonat massiv 3 mm | ja | vandalismussicher, Haltestellen, Schaukästen | ca. 55–75 € |
| PVC-Hartschaum 3 mm | kurzzeitig | Schilder, Beschilderung innen | ca. 21–33 € |
| PVC-Hartschaum 5 mm | kurzzeitig | Tafeln, Aufsteller, Displays | ca. 26–39 € |
| PVC-Hartschaum 10 mm | kurzzeitig | gefräste Buchstaben, 3D-Elemente | ca. 42–60 € |
| HIPS 0,8 mm | nein | Wobbler, Shelfstopper, Anhänger | ca. 16–24 € |
| Wellpappe 3,5 mm | nein | POS-Displays, Aufsteller, Schütten | ca. 13–21 € |
| Wabenplatte 10 mm | nein | leichte Aufsteller, Messebau | ca. 30–45 € |
| Sperrholz / MDF 10 mm | nein (ohne Schutz) | Bühnenbild, Premium-Aufsteller | ca. 60–85 € |
Der niedrigere Wert gilt für große Flächen (ab 100 m²), der höhere für einzelne Tafeln bis 4 m². Bei kleinen Formaten gilt ein Mindestwert für Druck und Verarbeitung. Andere Formen als Rechtecke schneiden wir auf Fräse, Laser oder Plotter – siehe Plotter, Fräse, Laser – die Unterschiede.
Dibond – wann und warum
Dibond ist eine Sandwichplatte: zwei dünne Aluminiumdeckschichten und ein Kunststoffkern. Der Markenname hat sich als Sammelbegriff für die ganze Gruppe der Verbundplatten eingebürgert. Eine 3-mm-Platte ist steif, leicht, rostet nicht und verzieht sich nicht in der Sonne – deshalb ist sie seit Jahren Standard für Firmenschilder, Bauschilder und EU-Förderschilder, Hausnummern und Werksbeschilderung.
Bei Verbundplatten zählt die Stärke des Aluminiums in den Deckschichten. Die Standardplatte reicht für Tafeln bis ca. 2–3 m². Bei großen Fassadenflächen oder Leuchtkastenfronten wählen wir die Premiumvariante mit dickerem Aluminium – sie wellt sich nicht in der Sonne und bleibt besser plan.
Dibond lässt sich fräsen, nach V-Nut kanten (Kassettieren), bohren und nieten. Wir bedrucken es direkt im UV-Druck, es gibt also keine Folie, die sich nach Jahren an der Kante lösen könnte. Mehr im Ratgeber Acrylglas, Dibond oder PVC – woraus ein Firmenschild.

Acrylglas und Polycarbonat – Glas, das nicht bricht
Acrylglas (PMMA, bekannt auch als Plexiglas) ist durchsichtig wie Glas, aber um ein Vielfaches leichter und deutlich weniger spröde. Klares Acrylglas verwenden wir für Schilder mit Abstandshaltern, Prospekthalter, Schutzscheiben und Displays. Der Druck erfolgt rückseitig mit weißer Unterlage – die Farbe wirkt durch die Acrylschicht, hat Tiefe und ist vor Kratzern geschützt.
Opales Acrylglas streut das Licht, sodass LEDs dahinter keine Punkte bilden. Es ist das Grundmaterial für Leuchtkastenfronten und Leuchtbuchstaben.
Acrylglas lässt sich lasern (die Kante wird glatt und glänzend), warm biegen und mit farbloser Naht verkleben. Es arbeitet aber thermisch – Befestigungsbohrungen machen wir größer als die Schrauben, damit die Platte im Sommer bei der Montage nicht reißt.
Polycarbonat sieht ähnlich aus, ist aber deutlich schlagfester. Wir wählen es, wo die Tafel etwas abbekommen kann: Haltestellen, Schaukästen im öffentlichen Raum, vandalismusgefährdete Orte.
PVC-Hartschaum, HIPS, Karton – Materialien für kürzere Einsätze
PVC-Hartschaum ist eine leichte, weiße Platte, einfach zu schneiden und zu montieren. In Innenräumen hält sie jahrelang – ein gutes Material für Türschilder, Bürobeschilderung oder Ausstellungselemente. Im Freien hält sie kürzer: In voller Sonne, besonders in dunklen Farben, heizt sie sich auf und kann sich verziehen. Für eine Saison oder Kampagne reicht sie, für ein Schild auf Jahre nehmen Sie besser Dibond. PVC 10 mm ist eine häufige Basis für CNC-gefräste 3D-Buchstaben.
HIPS ist ein dünner (0,8 mm), steifer Kunststoff für Ladenmaterial: Wobbler, Shelfstopper, Anhänger. Günstig, leicht, gut in Form zu schneiden.
Wellpappe mit UV-Druck dient für Displays, Schütten und lebensgroße Figuren bei Kampagnen, die einige Wochen dauern. Sie ist vollständig recycelbar.
Wabenplatten sind sehr leicht bei hoher Steifigkeit – ideal für Messeaufsteller, die getragen und aufgebaut werden müssen. Anwendungsbeispiele im Handel finden Sie auf den Seiten POS-Regaldisplays und Aufsteller und Pappfiguren.
Das richtige Material in 4 Fragen
- Innen oder außen? Außen auf Jahre: Dibond, Acrylglas, Polycarbonat. Innen: alles, vorneweg PVC und Acrylglas.
- Wie lange? Kampagne über einige Wochen im Laden: Karton, HIPS. Eine Saison: PVC. Jahre: Dibond.
- Soll es leuchten? Ja – opales Acrylglas oder Backlit-Textil. Nein – Dibond oder PVC.
- Wird es berührt, getreten, getragen? Eine Tafel am Sportplatz oder an der Haltestelle – Polycarbonat oder Dibond Premium. Ein Messeaufsteller, den eine Person trägt – Wabenplatte.
Kalkulationsbeispiel: Eine Infotafel 120 × 80 cm aus Dibond 3 mm hat 0,96 m², fällt also in die Staffel 1–4 m² – ca. 55 € × 0,96 = ca. 53 € netto mit Druck und Zuschnitt. Dieselbe Tafel aus PVC 5 mm für innen: ca. 39 € × 0,96 = ca. 37 € netto. Fertige Produkte aus Platten zeigen wir auf der Seite Druck auf Platten und Paneele.
