Im Museum sind Werbung und Ausstellung weitgehend ein und derselbe Auftrag. Dieselbe Druckerei fertigt die Tafel mit dem kuratorischen Text, die Fototapete hinter der Vitrine, die Beschriftung unter dem Gemälde und das Banner über dem Eingang, das die Leute zur Vernissage holt. Es zählen originalgetreue Farben, lesbare Typografie und Material, das nicht riecht und kein Lüften des Saals vor der Eröffnung erfordert.
Das Zweite ist der Wechsel. Eine Sonderausstellung lebt einige Wochen oder Monate, dann muss alles abgebaut und neu gemacht werden, meist in einem kurzen Zeitfenster zwischen zwei Ausstellungen. Deshalb raten wir meist, Festes (Gebäudebeschilderung, Hausordnung, Rahmen, Infotafeln) von Wechselndem (Grafiken, Tafeln, Titel) zu trennen. Das Feste machen wir solide, das Wechselnde so, dass es sich schnell austauschen lässt. Bei einer großen Objektbeschilderung beginnen wir mit einem [Leitsystem](/produkty/systemy-informacji-wizualnej) und einem Aufmaß vor Ort.
1. Ausstellung: Tafeln, Beschriftungen, Raumgestaltung
Für Tafeln mit Text und Bildern nehmen wir meist Leichtschaumplatte oder PVC – sie sind leicht, hängen an Klebeband oder Seilen und belasten die Wände nicht. Alu-Verbund verwenden wir dort, wo die Tafel jahrelang halten muss oder an einer Stelle steht, an der sie berührt wird. Vor einem großen Auftrag lohnt sich ein A3-Probedruck auf dem Zielmaterial, besonders bei Gemäldereproduktionen und alten Fotografien.
- Ausstellungstafeln mit Text und Bildern→Leichte Platten mit UV-Direktdruck – ohne Kaschierung, ohne Blasen. Bei einer Ausstellungsreihe erlaubt dasselbe Tafelformat dieselben Befestigungen.
- Objektbeschriftungen und Labels aus Acrylglas→Klares Acrylglas mit Druck und weißer Unterlage wirkt am Bild dezent. Wir befestigen auf Abstandhaltern oder mit Klebeband, wenn in die Wände nicht gebohrt werden darf.
- Fototapeten und wandfüllende Grafiken→Ein Archivfoto oder eine Hintergrundfarbe im Raummaßstab verändert die Wirkung einer Ausstellung mehr als einige zusätzliche Tafeln. Vliestapete mit Brandschutzklasse B-s1,d0 riecht nicht, der Saal kann sofort öffnen.
- Aus Folie geschnittene Schriftzüge und Zitate→Kapiteltitel oder Zitat direkt an der Wand, ohne Hintergrund. Nach der Ausstellung geht die Folie ab, ohne die Farbe zu beschädigen, wenn die Wand gut gestrichen ist.
- Reproduktionen auf Leinwand und Fine-Art-Papier→Kopien für Museumspädagogik, Wanderausstellungen oder anstelle eines Originals, das das Depot nicht verlassen darf.

2. Ausstellungstitel, Eingang und Fassade
Eine Sonderausstellung muss von der Straße aus sichtbar sein, sonst kommen nur Stammbesucher. Banner oder Mesh an der Fassade, Roll-up an der Kasse und ein räumlicher Titel am Saaleingang sind das Grundset. In denkmalgeschützten Gebäuden muss alles, was an die Fassade soll, vorher mit der Denkmalbehörde abgestimmt werden – über Genehmigungen schreiben wir allgemein im Ratgeber [Braucht ein Firmenschild eine Genehmigung](/poradnik/czy-szyld-wymaga-pozwolenia).
- Banner oder Mesh mit Ausstellungsankündigung→Großformat an Fassade oder Zaun. Bei hohen Gebäuden nehmen wir Mesh, weil es weniger Wind fängt.
- Räumliche Buchstaben mit dem Ausstellungstitel→Buchstaben aus Styrodur oder PVC an der Wand am Saaleingang wirken besser als ein reiner Druck und sind ein beliebter Fotohintergrund für Besucher.
- Roll-ups und Ständer an der Kasse→Veranstaltungsprogramm, Workshops, neue Ausstellung. Die Grafik im Roll-up lässt sich tauschen, ohne eine neue Kassette zu kaufen.
3. Leitsystem und Gebäudebeschilderung
Besucher wollen wissen, wo Kasse, Garderobe, Toilette und Aufzug sind und in welchem Saal sie beginnen. In alten Gebäuden mit Raumfluchten und mehreren Treppenhäusern verirren sich Menschen schnell. Eine gute Beschilderung hat eine Schrift, ein Piktogrammsystem und eine Saalnummerierung, die mit dem Plan im Flyer übereinstimmt.
- Wegweiser und Etagenplan→Tafeln am Eingang und auf jedem Treppenabsatz. Ein Plan mit „Sie sind hier“ erspart dem Personal Dutzende Fragen am Tag.
- Pfeile und Rundgang auf dem Boden→Bei Einbahn-Rundgängen oder viel Schulklassenbetrieb. Folie mit rutschhemmendem Laminat R10.
- Besucherordnung und Informationen am Eingang→Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Fotoregeln. Den Text liefert das Museum, wir wählen Material und Format passend zum Ort.
- Milchglasfolie für Glasflächen von Büros und DepotVerdeckt Hinterräume und Personalräume und lässt trotzdem Licht herein.

4. Vermittlung und Barrierefreiheit
Immer mehr Häuser fragen nach Exponaten zum Anfassen. Wir scannen das Objekt in 3D und drucken eine Kopie für die Hand – für Kinder in Workshops und für blinde Besucher. Modelle von Gebäuden und Grabungsstätten fertigen wir im 3D-Druck oder aus gefrästen Platten.
- 3D-Scan eines Exponats und Tastkopie→Das Original bleibt in der Vitrine, die Kopie kommt auf den Vermittlungstisch. Der Scan dient auch der Dokumentation der Sammlung.
- Modelle für die Ausstellung→Ein Modell von Burg, Burgwall oder historischem Marktplatz zeigt den Maßstab besser als eine Texttafel.
5. Druck: Kataloge, Eintrittskarten, Souvenirs
Jede Ausstellung bedeutet auch Papier: Einladungen zur Vernissage, Flyer mit Plan, Katalog, Eintrittskarten. Bei kleinen Auflagen drucken wir digital, 100 Kataloge sind also kein Problem.
- Ausstellungskataloge und Publikationen→Gehefteter Katalog A4, 16 Seiten, 100 Stück ca. 220 € netto. Bei größerem Umfang Klebebindung oder Hardcover.
- Eintrittskarten, Tickets und Mehrfachkarten→Karten mit Perforation, zu Blöcken geleimt. 1000 Stück im Format 55 × 170 mm ca. 75 € netto.
- Lesezeichen, Postkarten und Vernissage-EinladungenEine Kleinigkeit für den Museumsshop, die nebenbei an das Haus erinnert.
- 01Briefing
Beschreibung, Maße, Fotos vom Standort und Termin — ein paar Sätze genügen.
- 02Entwurf und Angebot
Unsere Grafiker erstellen Entwurf oder Visualisierung, Sie erhalten den Preis.
- 03Freigabe
Sie geben den Entwurf frei; bei Hausfarben gibt es einen Proof.
- 04Produktion
35+ Maschinen im eigenen Werk in Polen: UV-Druck 3,2 m, CNC, Laser, 3D, Näherei.
- 05Montage oder Versand
Eigene Teams und Fahrzeuge in ganz Europa, Partnernetz, Kuriere weltweit.
Für den Start — ein Richtpaket
Beispielset für eine mittelgroße Sonderausstellung in zwei Sälen. Preise aus unserer Preisliste, ohne Montage.
| 10 Tafeln 70 × 100 cm auf 5-mm-Leichtschaumplatte (7 m² × ca. 24 €) | ca. 170 € netto |
| Vlies-Fototapete für eine Wand 4 × 3 m (12 m²) | ca. 15–25 € netto / m² |
| Objektbeschriftungen aus 3-mm-Acrylglas mit Druck | ca. 43–60 € netto / m² + Abstandhalter ca. 2,35 € / Stück |
| Ausstellungstitel aus Styrodurbuchstaben | ab ca. 13 € netto / Zeichen |
| Beschichtetes Banner 5 × 2 m für die Fassade (10 m² × ca. 9 €) | ca. 85 € netto |
| Roll-up 85 × 200 cm an der Kasse | ab ca. 55 € netto |
Richtpreise netto; ein genaues Angebot nach einer kurzen Beschreibung der Ausstellung, Tafelliste und Fotos der Säle.
Aus der Praxis — worauf Sie achten sollten
- Schließen Sie die Texte für die Tafeln ab, bevor sie in den Druck gehen. Ein korrigiertes Komma nach dem Druck von 30 Tafeln kostet so viel wie eine neue Auflage.
- Scannen Sie Archivfotos in hoher Auflösung oder bringen Sie die Originale – wir haben einen Großformatscanner. Ein Foto aus dem Internet auf einer Tafel von 1 × 1,5 m wird pixelig.
- Nennen Sie uns das Datum der Vernissage, nicht „so schnell wie möglich“. Oft schaffen wir es im Standard, ohne Expresszuschlag.
- Gehen Sie bei Objektbeschriftungen nicht unter eine lesbare Schriftgröße. Der Besucher steht einen Meter vor der Wand, in einer Schulgruppe noch weiter weg.
- Wählen Sie für Wanderausstellungen leichte Platten und ein Format. Wir verpacken sie so, dass sie mehrere Umzüge überstehen.
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