
Drei Tafelarten, nach denen Gemeinden fragen
Tafel mit Karte – am Marktplatz, Parkplatz, Bahnhof, am Eingang zu Park oder Wohngebiet. Sie zeigt „Sie sind hier“, wichtige Punkte, Routen. Meist eine oder wenige große Tafeln, oft 200 × 100 cm auf Gestell.
Lehrpfad – Natur-, Geschichts- oder Radweg. Eine Serie von einigen bis über zehn Tafeln im gleichen Stil entlang der Route. Kleinere Formate, viel Text und Fotos, aus der Nähe gelesen.
Willkommensschild – „Willkommen in der Gemeinde …“ an der Ortseinfahrt (nicht zu verwechseln mit der amtlichen Ortstafel als Verkehrszeichen). Ein Imageträger, der aus dem fahrenden Auto gelesen wird: wenig Text, großes Wappen, große Buchstaben. Mal eine Tafel auf Pfosten, mal eine Stele, mal eine räumliche Form aus Buchstaben.
Jede Art braucht einen etwas anderen Ansatz bei Inhalt und Konstruktion, das Frontmaterial ist aber meist dasselbe.
Materialien – was Jahre im Gelände übersteht
| Material | Preis | Beständigkeit | Wann wählen |
|---|---|---|---|
| Alu-Dibond 3 mm | ca. 35–55 €/m² | Wetter, Sonne, Feuchtigkeit | Standard für die meisten Tafeln |
| Alu-Dibond 3 mm Premium | ca. 45–65 €/m² | wie oben, steifer | große Tafeln mit Karte, ohne Welligkeit |
| Polycarbonat massiv 3 mm | ca. 55–75 €/m² | sehr schlagfest | vandalismusgefährdete Orte, Haltestellen, Parks |
| Anti-Graffiti-Laminat (Zusatz) | ca. 10 €/m² | Farbe und Stifte leichter zu entfernen | Ortszentrum, an Schulen |
| PVC-Hartschaum 5 mm | ca. 26–39 €/m² | draußen begrenzt | Saisontafeln, kurze Präsentationen |
Im Wald und am Wasser sind die Gegner andere als in der Stadt: Feuchtigkeit, Moos, Vögel, manchmal Biber, die Holzpfosten annagen. Eine Front aus Alu-Dibond stört das nicht – schwieriger ist die Konstruktion. In der Stadt drohen Aufkleber, Stifte und Tritte, daher Polycarbonat oder Laminat. Mehr zu den Plattenunterschieden im Ratgeber Alu-Dibond oder PVC im Außenbereich.

Lehrpfad – Schritt für Schritt
- Route und Stationen festlegen. Wie viele Stationen, was bei jeder, wo die Tafeln stehen. Fotos der Orte helfen uns bei Format und Konstruktion.
- Texte schreiben. Auf eine Tafel, die im Stehen gelesen wird, passen realistisch 600–900 Zeichen Text und 2–3 Fotos. Längere Beschreibungen ins Internet verlagern und einen QR-Code setzen.
- Bildmaterial sammeln – Fotos in voller Auflösung, mit Veröffentlichungsrechten. Fotos aus dem Internet „weil sie schön sind“ sind der häufigste Grund für Verzögerungen.
- Vorlage gestalten und vervielfältigen. Ein Layout für alle Tafeln: Band mit dem Namen des Pfads, Stationsnummer, Mini-Karte der Route. Studioarbeit kostet ca. 35 € netto pro Stunde – bei einer Serie gestalten wir die Vorlage einmal, die weiteren Tafeln gehen schneller.
- Freigabe und Druck. Standardmäßig ca. 3 Arbeitstage ab Freigabe, bei größeren Serien legen wir den Termin auf das Eröffnungsdatum.
- Montage. Auf fertige Konstruktionen, Pfosten oder Gestelle – durch unser Team oder einen Partnerbetrieb.
Beispiel Plattenkosten: 8 Tafeln 100 × 70 cm = 5,6 m². Alu-Dibond in der Staffel 5–15 m²: 5,6 × ca. 44 € = ca. 246 € netto. Mit Anti-Graffiti-Laminat kommen 5,6 × ca. 10 € = ca. 56 € netto hinzu.
Die Karte auf der Tafel – woher nehmen?
Die Karte ist das häufigste Problem bei solchen Tafeln. Einige Regeln:
- Kopieren Sie keine Karten aus populären Online-Diensten – deren Lizenzen erlauben den Druck auf Tafeln meist nicht.
- Karten auf Basis von OpenStreetMap dürfen mit Quellenangabe gemäß Projektlizenz verwendet werden.
- Karten aus amtlichen Geodaten oder vom Kartografen – am sichersten, wenn die Tafel genau sein soll.
- Illustrierte Karte, von einem Grafiker gezeichnet – am freundlichsten für Touristen und Kinder, aber aufwendiger.
Auf einer Tafel mit Karte immer „Sie sind hier“ markieren und die Karte so drehen, wie die Person vor der Tafel blickt. Eine Karte starr mit Norden nach oben, während der Betrachter nach Süden schaut, verwirrt viele – sie biegen links ab, obwohl es rechts lang geht.
Das ist eine allgemeine Beschreibung – bei Zweifeln zur Lizenz einer bestimmten Karte prüfen Sie deren Bedingungen an der Quelle.
- 24 hExpressdruck (UV-Tinten müssen nicht trocknen)
- ca. 3 TageStandardlieferzeit
- bis 14 Tagegroße Projekte mit Montage
Zzgl. Versand. Nennen Sie uns Ihren Termin — wir planen die Produktion danach.
Willkommensschilder: Konstruktion und Formalitäten
Ein Willkommensschild steht meist an einer öffentlichen Straße, das bringt zusätzliche Formalitäten mit sich. Für Objekte im Straßenraum braucht es die Zustimmung der Straßenbehörde, außerhalb sind Abstände einzuhalten, und es ist zu prüfen, ob die Gemeinde eine Gestaltungssatzung hat. Bei größeren Konstruktionen kommen baurechtliche Fragen hinzu. Einen fertigen Weg nennen wir hier nicht – er hängt von Straßenkategorie und Standort ab. Beginnen Sie bei Straßenbehörde und Bauamt.
Ausführungsseitig ist ein Willkommensschild meist:
- eine Alu-Dibond-Tafel auf Stahlgestell – Tafel 200 × 100 cm auf verzinktem Gestell ab ca. 165 € netto, ohne Verankerung im Boden;
- eine unbeleuchtete Stele aus Alu-Dibond auf Stahlgestell, 2,5 m hoch – ab ca. 750 € netto (Pylone und Werbestelen);
- räumliche Buchstaben oder ein aus Platten gefrästes Wappen auf einer Konstruktion.
Beim Willkommensschild den Inhalt aufs Minimum beschränken: Wappen, Gemeindename, eventuell ein Slogan. Der Fahrer hat 2–3 Sekunden. Lösungen für Kommunen finden Sie auf der Seite Gemeinden und Behörden.
