In Secondhand-Läden und Outlets kommen die Kunden nach Kalender: Liefertag, Rabatttag, der letzte Tag vor der neuen Lieferung mit „alles für 2 €“. Die Stammkundin kennt das auswendig, aber wer neu ist, muss es von der Straße aus sehen – und zwar diese Woche, nicht letzte. Deshalb ist die wichtigste Werbung in dieser Branche kein teures Schild, sondern Werbeträger, auf denen sich Datum und Preis leicht ändern lassen.
Die zweite Sache ist das Budget. Die Margen sind niedrig, die Ladenlokale oft nur vorübergehend, in Pavillons und an Ausfallstraßen. Wir raten daher, mit dem zu beginnen, was man vom Auto aus sieht und was täglich arbeitet: Banner, Fahne, Kundenstopper, eine ordentliche Abteilungsbeschilderung. Ein Leuchtschild lohnt sich, wenn Sie wissen, dass Sie einige Jahre im Lokal bleiben. Bei einer Outlet-Kette arbeiten wir anders: ein Muster, Pakete für jede Filiale und wiederholbare Farben in jeder Stadt.
1. Von der Straße und vom Auto aus
Ein Laden mit gebrauchter Kleidung liegt oft an einer Ausfallstraße oder in einem Pavillon im Wohngebiet. Der Autofahrer hat zwei Sekunden, um zu lesen, was das für ein Ort ist. Aufs Banner nur drei Dinge: „Secondhand“ oder „Outlet“, ein Slogan wie „Neue Ware jeden Montag“ und ein Pfeil zum Eingang. Telefonnummer und Website sind aus der Entfernung ohnehin nicht lesbar.
- Banner für Fassade oder Zaun→Beschichtetes Banner 4 × 1 m kostet ca. 55 € netto (4 m² × ca. 13 €), Ösen alle 50 cm inklusive. Hält mehrere Saisons. Wie man das Material wählt, steht im Ratgeber [Was kostet ein Werbebanner](/poradnik/ile-kosztuje-baner-reklamowy).
- Beachflag an der Straße→Eine wehende Fahne fängt den Blick des Autofahrers schneller als ein starres Banner. Winder Midi 70 × 340 cm ab ca. 75 € netto, nach Ladenschluss holen Sie sie herein.
- Leuchtkasten mit Namen, wenn das Lokal länger bleibt→Im Herbst und Winter schließt der Laden nach Einbruch der Dunkelheit. Ein beleuchtetes Schild 300 × 60 cm ab ca. 570 € netto zeigt, dass geöffnet ist.

2. Schaufenster, Lieferungen und Preise
Hier ändert sich am meisten. Das Feste – Name, Öffnungszeiten, Wochenkalender – machen wir einmal auf Folie. Das Wechselnde – Liefertag, aktueller Rabatt – auf Werbeträgern, die Sie selbst in fünf Minuten tauschen. Am besten bewährt sich eine Tafel mit Magneten: Wochentage und Preisstufen verschieben Sie von Hand, ohne jede Woche neu zu drucken.
- Schaufensterbeschriftung: Name, Öffnungszeiten, Wochenkalender→Bedruckte monomere Folie, 6 m² kosten ca. 48 € netto (6 m² × ca. 8 €). Die Mitte der Scheibe lassen Sie frei für Schaufensterpuppen mit der neuen Ware.
- Preistafel mit Magnetstreifen→Streifen wie „Mo neue Ware“, „–50 %“, „alles für 3 €“ auf einer Stahltafel oder Tür. Bedruckte Magnetfolie ca. 21–32 € netto pro m², aus einem Meter werden einige Dutzend Streifen.
- Kundenstopper mit Wechselplakat→Morgens auf den Gehweg gestellt, das Plakat tauschen Sie dank Klapprahmen in Sekunden. Doppelseitiger Kundenstopper B1 ab ca. 120 € netto, neues B1-Plakat ab ca. 14 € netto.
3. Verkaufsraum
Die Ware ist bunt gemischt, die Beschilderung muss also einfach und dauerhaft sein. Große Abteilungsschilder, vom Eingang aus sichtbar, Größentrenner an den Kleiderstangen und ein Ort für reduzierte Ware. Kartonkörbe für „alles für 2 €“ funktionieren besser als ein Tisch, weil die Kunden darin wühlen, statt die Ware im ganzen Laden zu verteilen.
- Abteilungsschilder: Damen, Herren, Kinder, Schuhe, Wohnen→Über den Kleiderstangen abgehängt, aus 3-mm-PVC mit Druck. Ca. 21–33 € netto pro m², vom anderen Ende des Raums lesbar.
- Größentrenner und Preisanhänger→Für Kleiderstangen: S, M, L, XL oder Preisstufen. Aus HIPS – sie biegen sich nicht wie Karton und überstehen Hunderte Umhängungen.
- Schüttkörbe für reduzierte Ware→Bedruckter Karton ca. 13–21 € netto pro m², faltbar. Am Aktionstag in den Gang stellen, danach flach verstauen.
- Schilder für Umkleide und Kasse→Pfeil zur Umkleide, Hinweis zu Umtausch, Zahlungsarten. Gleiches Material und gleicher Stil wie die Abteilungsschilder.

4. Kasse und Stammkunden
Im Secondhand-Laden ist die Stammkundin jemand, der an jedem Liefertag kommt. Es lohnt sich, sie zu belohnen und ihr etwas mitzugeben. Eine Baumwolltasche mit Logo passt zum Gedanken der Wiederverwendung, und die Kundinnen tragen sie danach zum Einkaufen – auch in andere Geschäfte.
- Baumwolltaschen mit Logo→Mit einfarbigem Druck bei 100 Stück ab ca. 2,10 € netto pro Stück. Sie können sie an der Kasse verkaufen oder bei größeren Einkäufen dazugeben.
- Stammkundenkarten mit Stempelfeldern→Im Visitenkartenformat: zehn Stempel, Rabatt auf den nächsten Einkauf. 500 Stück ca. 15 € netto.
- Aufkleber mit QR-Code zur Gruppe mit Lieferinfos→An der Tür und an der Kasse. Kundinnen treten der Gruppe in den sozialen Medien bei und erfahren, wann neue Ware kommt.
5. Flyer für das Wohngebiet
Ein Flyer mit dem Wochenkalender – wann Lieferung, wann Rabatt – hängt danach am Kühlschrank. Eine der wenigen Drucksachen, die Kunden selbst aufbewahren. Verteilen Sie ihn an der Kasse und stecken Sie ihn in die Briefkästen im Umkreis von einigen hundert Metern.
- Flyer oder Faltblatt mit dem Lieferkalender→Format A6 oder DIN lang. Zum Beispiel kostet ein DIN-lang-Faltblatt, 6 Seiten, 1000 Stück ca. 90 € netto; einfachere Flyer sind günstiger.
- Plakate für Aushänge im Viertel→Zur Eröffnung oder bei einer großen Saisonlieferung. Plakat A2, 10 Stück ca. 28 € netto – genug für die umliegenden Häuser und Geschäfte, die es aufhängen.
- 01Briefing
Beschreibung, Maße, Fotos vom Standort und Termin — ein paar Sätze genügen.
- 02Entwurf und Angebot
Unsere Grafiker erstellen Entwurf oder Visualisierung, Sie erhalten den Preis.
- 03Freigabe
Sie geben den Entwurf frei; bei Hausfarben gibt es einen Proof.
- 04Produktion
35+ Maschinen im eigenen Werk in Polen: UV-Druck 3,2 m, CNC, Laser, 3D, Näherei.
- 05Montage oder Versand
Eigene Teams und Fahrzeuge in ganz Europa, Partnernetz, Kuriere weltweit.
Für den Start — ein Richtpaket
Beispielset für die Eröffnung eines Secondhand-Ladens in einem Pavillon an der Straße. Preise aus unserer Preisliste, ohne Montage.
| Beschichtetes Banner 4 × 1 m (4 m² × ca. 13 €) | ca. 55 € netto |
| Beachflag Winder Midi 70 × 340 cm | ab ca. 75 € netto |
| Doppelseitiger Kundenstopper B1 mit Plakat | ab ca. 120 € netto |
| Schaufensterbeschriftung, monomere Folie 6 m² (6 m² × ca. 8 €) | ca. 48 € netto |
| Magnetstreifen für die Preistafel | ca. 21–32 € netto / m² |
| Baumwolltaschen mit Logo, 100 Stück | ab ca. 210 € netto |
Richtpreise netto; ein genaues Angebot nach einer kurzen Beschreibung und Fotos des Lokals. Zur Beachflag wählen Sie einen Fuß – Kreuzfuß für Pflaster oder Erdspieß für Rasen.
Aus der Praxis — worauf Sie achten sollten
- Lassen Sie auf einem Banner, das man von der Straße sieht, höchstens drei Informationen. Der Autofahrer liest weder Öffnungszeiten noch Telefon noch Abteilungsliste.
- Was Sie jede Woche ändern, machen Sie mit Magneten oder im Klapprahmen. Neue Grafik für jede Rabattaktion zu drucken frisst das ganze Budget.
- Holen Sie die Beachflag nachts und bei starkem Wind herein. Am häufigsten geht sie nicht durch Regen kaputt, sondern durch Flattern rund um die Uhr.
- Hängen Sie Abteilungsschilder hoch. Auf Augenhöhe verdecken sie ohnehin die Kleiderstangen.
- Wiederholen Sie den Liefertag überall: im Schaufenster, auf dem Flyer, auf der Stammkundenkarte und in der Online-Gruppe. Die Leute merken ihn sich erst nach mehreren Malen.
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