
Shop-in-Shop, Corner, Gondel – die Unterschiede
In Gesprächen mit Handelsketten gehen diese Begriffe oft durcheinander, dabei hängt das Budget davon ab.
- Gondel oder Markendisplay – ein Regal oder Regalteil in den Herstellerfarben: Preisleisten, Topper mit Logo, Wobbler, manchmal ein beleuchtetes Paneel. Die günstigste Form, montiert im vorhandenen Ladenmöbel.
- Corner – eine Ecke oder ein Wandabschnitt, der der Marke zugeordnet ist. Eigener Hintergrund (Wand mit Grafik), eigene Präsentation, meist ohne geschlossenen Raum.
- Shop-in-Shop – eine abgegrenzte Zone mit eigenem Ausbau, Boden, Beleuchtung und oft eigenem Personal. Der Kunde hat das Gefühl, einen kleinen Markenladen zu betreten.
Je weiter unten auf dieser Liste, desto mehr Abstimmung mit der Kette und desto wichtiger ist ein wiederholbarer Entwurf. Eine kurze Einführung gibt der Ratgeber POS-Material – was ist das.
Abstimmung mit der Kette – was man vor dem Entwurf klären sollte
Handelsketten haben meist eine Abteilung, die Herstellerausbauten freigibt, und eigene Richtlinien. Bevor der Grafiker zu zeichnen beginnt, sammeln Sie Antworten auf diese Fragen:
- Maße und Höhe – verfügbare Fläche, maximale Bauhöhe, Abstände zu Regalen und Fluchtwegen.
- Materialien – ob eine bestimmte Brandverhaltensklasse gefordert ist, bestimmte Kunststoffe verboten sind, Anforderungen an den Boden. Auf Wunsch prüfen wir die Verfügbarkeit zertifizierter Materialien.
- Befestigung – ob in Wände und Boden gebohrt werden darf oder ob der Ausbau freistehend sein muss.
- Stromversorgung – ob es eine Steckdose gibt, welche Leistung, wer die Beleuchtung anschließt.
- Montage – Zeiten (oft nachts), Anlieferung, Bodenschutz, wer die Arbeiten abnimmt.
- Preiskommunikation – ob die Preise auf den Leisten der Kette stehen oder im Markenmaterial.
Diese Informationen unterscheiden sich zwischen Ketten und sogar zwischen Märkten derselben Kette. Bei größeren Rollouts beginnen wir deshalb mit dem Aufmaß repräsentativer Märkte.

Modulare Konstruktion für viele Märkte
Soll die Zone in einem Dutzend oder mehreren Dutzend Märkten stehen, plant man sie wie Bausteine. Einige Module mit fester Breite, aus denen sich Varianten zusammensetzen: klein (z. B. 2 Module), mittel, groß. So wird die Produktion seriell und die Montage wiederholbar.
Bei uns besteht ein typisches Set aus:
- SEG-Textilrahmen – Wände und Hintergrund, Grafik austauschbar ohne Demontage des Rahmens,
- Displays aus Platten – Thekendisplays aus Wellpappe (ca. 13–21 € netto/m² mit Druck) oder Acrylglas (ca. 43–60 € netto/m²), Acrylglasbiegen ca. 6 € netto pro Meter Biegekante,
- leichten Podesten und Würfeln aus Wabenplatte (ca. 30–45 € netto/m²),
- CNC-gefrästen Elementen – Logos, Regalböden, Blenden.
Karton eignet sich für Aktionen von einigen Wochen, Acrylglas, Dibond und Aluminiumrahmen für dauerhafte Zonen. Einen Vergleich von Kartondisplays beschreiben wir im Ratgeber POS-Display aus Karton.
Grafik, Licht und Preiskommunikation
Im Geschäft kämpfen Sie mit Hunderten anderer Verpackungen um Aufmerksamkeit, die Markenzone muss also aus einigen Metern lesbar sein.
- Eine Hauptbotschaft auf dem Hintergrund – Logo und Slogan auf Augenhöhe, kein Fotogedränge.
- Licht – ein beleuchteter Textilrahmen (SEG-Front, ab ca. 300 € netto/m²) oder ein ultraflacher Leuchtkasten mit Wechselgrafik (Format A1 ab ca. 165 € netto) hebt die Zone in einer gleichmäßig beleuchteten Halle hervor. Mehr: beleuchtete Textilrahmen.
- Preise und Aktionen – Regalleisten, Wobbler und Regalstopper in Markenfarben, aber passend zum Preissystem der Kette. Preise auf Markenmaterial veralten schnell; besser austauschbare Einlagen vorsehen.
- Boden – eine Bodengrafik mit rutschhemmendem Laminat (ca. 19–30 € netto/m²) markiert die Zone, ohne Wände zu stellen.
- 24 hExpressdruck (UV-Tinten müssen nicht trocknen)
- ca. 3 TageStandardlieferzeit
- bis 14 Tagegroße Projekte mit Montage
Zzgl. Versand. Nennen Sie uns Ihren Termin — wir planen die Produktion danach.
Serienproduktion und Montage an vielen Standorten
Hier entscheidet sich meist, ob das Projekt gelingt. Der Plan, den wir bei Rollouts im Handel anwenden:
- Aufmaß repräsentativer Märkte (ca. 85 € netto pro Objekt, bei Produktionsauftrag verrechnet) und Variantenliste.
- Prototyp einer Zone – Probemontage, Korrekturen, Freigabe durch die Kette.
- Serienproduktion – alle Elemente aus einer Charge, damit die Farben einheitlich sind.
- Kommissionierung je Markt – jeder Markt bekommt ein mit Adresse beschriftetes Set (ca. 3,35 € netto pro Standort) und Versand oder Lieferung mit Montage (Mehrpunktversand ca. 2,75 € netto pro Standort).
- Montage – eigene Teams in Polen und Europa, nachts, wenn die Kette es verlangt (ab ca. 65 € netto pro Stunde).
- Bericht – Fotos aus jedem Markt nach der Montage.
Den gesamten Prozess beschreiben wir auf der Seite Rollout im Filialnetz mit Bericht. Agenturen betreuen wir als White Label – die Teams montieren ohne unsere Kennzeichnung.
Service und Kampagnenwechsel
Eine Markenzone lebt länger als eine Kampagne. Legen Sie gleich fest, wer wie oft die Grafiken tauscht, wer beschädigte Elemente repariert und wo Ersatzteile lagern. Bei SEG-Rahmen bedeutet ein Kampagnenwechsel den Versand neuer Stoffe – der Stoff wird werkzeuglos in die Rahmennut gedrückt, meist muss also kein Montageteam anreisen. Ersatzgrafiken und -elemente können wir einlagern und auf Abruf versenden.
