Wielka ReklamaWerbetechnik & Großformatdruck

Druckfreigabe – was man vor dem Freigeben prüfen sollte

Die Hände eines Kunden halten einen Probedruck neben einem Monitor mit demselben Entwurf, daneben Kugelschreiber und Kaffee
Proof im Vergleich mit dem Entwurf am Bildschirm · Visualisierung

Arten der Freigabe: PDF, Probedruck, Proof, Prototyp

Formen der Freigabe vor dem Druck (Richtpreise netto)
FormWas sie zeigtWann sie reichtKosten bei uns
PDF zur Freigabe (Softproof)Inhalt, Layout, Maß, Beschnitt, SchnittlinienDie meisten Aufträge: Banner, Flyer, SchilderIm Auftragspreis enthalten
MontagevisualisierungWie die Grafik am Objekt aussiehtSchaufenster, Fassaden, Firmenschilderca. 75 € / Stück
Probedruck A3 auf dem ZielmaterialFarbe und Struktur auf dem echten UntergrundNeues Material, Firmenfarbe, große Auflageca. 13 € / Stück (verrechnet bei Aufträgen über 20 m²)
Kontraktproof mit ZertifikatFarbreferenz für VergleicheKritische Farbe, Serienproduktionca. 38 € / Stück
PrototypFertiges Element im Maßstab 1:1Displays, Verpackungen, 3D-ElementeAngebot nach Briefing

Nicht jeder Auftrag braucht dieselbe Form der Freigabe. Je teurer die Auflage und je wichtiger die Farbe, desto näher am echten Produkt sollte das Muster sein.

Checkliste vor dem Klick auf „Freigeben“

Diese Liste ist für die Person, die freigibt – nicht für den Grafiker. Prüfen Sie das PDF in 100 % Vergrößerung, nicht die Miniatur in der E-Mail.

  1. Texte. Lesen Sie jedes Wort, am besten laut. Besonders: Telefonnummern, Web- und E-Mail-Adressen, Preise, Daten, Öffnungszeiten, Namen. Tippfehler in der Überschrift sieht man sofort, in der Fußzeile erst nach dem Druck.
  2. Sprachversion. Bei Kampagnen in mehreren Ländern prüfen, ob jede Variante den richtigen Text hat.
  3. Maß und Stückzahl. Das Endformat mit Bestellung und Aufmaß vergleichen. Die Auflage für jede Variante einzeln prüfen.
  4. Beschnitt und Sicherheitsabstand. Der Hintergrund läuft über die Schnittlinie hinaus, wichtige Texte halten Abstand zur Kante. Details im Ratgeber zur Beschnittzugabe.
  5. Farben. Logo in Firmenfarben, Textschwarz einheitlich. Ist die Farbe wichtig, mit der Referenz vergleichen, nicht mit dem Bildschirm – das erklären wir im Beitrag zur Pantone-Farbabstimmung.
  6. QR-Codes und Strichcodes. Mit dem Smartphone aus dem PDF scannen – und prüfen, wohin sie führen.
  7. Konfektion. Ösen, Tunnel, Schnittart, Laminat, Klebeseite der Folie – passen sie zu dem, was Sie bei der Montage brauchen?
  8. Rechtliche Elemente. Logos von Förderprogrammen, Pflichtkennzeichnungen, Aktionsbedingungen – wenn vorgeschrieben, sind sie vorhanden und in der geforderten Größe?
Probedruck auf einem Abmusterungstisch mit Fadenzähler und Farbkontrollstreifen, Nahaufnahme
Proof unter dem Fadenzähler prüfen · Visualisierung

Wer freigibt – Ablauf in Firma und Agentur

Die meisten Verzögerungen entstehen nicht durch Dateifehler, sondern weil unklar ist, wer „ja“ sagen soll. Gut funktioniert eine einfache Regel: Eine Person sammelt die Anmerkungen, eine Person schickt die Freigabe.

  • In der Firma: Marketing prüft Inhalt und Optik, Rechts- oder Produktabteilung die Daten, die stimmen müssen (Preise, Parameter, Teilnahmebedingungen), und die für die Bestellung verantwortliche Person schickt eine gesammelte Antwort.
  • In der Agentur: Die Agentur prüft mit uns die technische Seite und bestätigt den Inhalt mit dem Endkunden. Bei White-Label-Zusammenarbeit schicken wir Freigabematerial ohne unsere Kennzeichnung, damit die Agentur es weiterleiten kann.

Die Freigabe sollte schriftlich sein – eine E-Mail mit einem eindeutigen Satz wie „Ich gebe Datei X in Version Y für den Druck in Auflage Z frei“. Ein telefonisches „passt so“ lässt sich leicht mit einer anderen Version verwechseln.

So arbeiten wirVon der Idee bis zur Montage — 5 Schritte
  1. 01Briefing

    Beschreibung, Maße, Fotos vom Standort und Termin — ein paar Sätze genügen.

  2. 02Entwurf und Angebot

    Unsere Grafiker erstellen Entwurf oder Visualisierung, Sie erhalten den Preis.

  3. 03Freigabe

    Sie geben den Entwurf frei; bei Hausfarben gibt es einen Proof.

  4. 04Produktion

    35+ Maschinen im eigenen Werk in Polen: UV-Druck 3,2 m, CNC, Laser, 3D, Näherei.

  5. 05Montage oder Versand

    Eigene Teams und Fahrzeuge in ganz Europa, Partnernetz, Kuriere weltweit.

Was die Freigabe für die Haftung bei Fehlern bedeutet

In der Druckbranche gilt meist eine einfache Regel: Für den freigegebenen Inhalt haftet der Kunde, für die Ausführung gemäß freigegebener Datei die Druckerei. Steht im freigegebenen PDF also ein Tippfehler in der Telefonnummer und entspricht der Druck dieser Datei, ist ein Neudruck ein neuer Auftrag. Weicht der Druck dagegen von der Datei ab – verschoben, falsch beschnitten, falsches Material –, ist das Sache des Auftragnehmers. Die genauen Reklamationsregeln hängen von den Konditionen oder dem Vertrag ab, bei größeren Aufträgen lohnt es sich, sie festzuhalten.

Bei uns durchläuft jede Datei vor der Produktion eine technische Prüfung, und diese Leistung ist im Preis enthalten: Wir prüfen Auflösung, Beschnitt, Farbmodus und Schriften. Das bedeutet aber kein sprachliches oder inhaltliches Lektorat – das kann eine Druckerei dem Kunden nicht abnehmen. Wenn Sie Hilfe bei der Datei brauchen, siehe Dateivorbereitung und Preflight.

LieferzeitenWie lange es dauert
  • 24 h
    Expressdruck (UV-Tinten müssen nicht trocknen)
  • ca. 3 Tage
    Standardlieferzeit
  • bis 14 Tage
    große Projekte mit Montage

Zzgl. Versand. Nennen Sie uns Ihren Termin — wir planen die Produktion danach.

Freigabe bei Serienproduktion und Varianten

Bei Kampagnen für Filialnetze und großen Auflagen reicht die Freigabe einer Datei nicht. Gut bewährt sich ein zweistufiger Ablauf:

  • Freigabe des Musters – eine Variante (z. B. ein typisches Schaufenster) durchläuft den vollen Weg: PDF, bei Bedarf Probedruck, manchmal Prototyp. Das freigegebene Muster wird zur Referenz für Farbe und Konfektion.
  • Freigabe der Variantenliste – für die übrigen Versionen gibt der Kunde eine Tabelle frei: Dateiname, Maß, Auflage, Zieladresse, plus PDF-Vorschau jeder Version. Man muss nicht jede Grafik auf Papier sehen, aber prüfen, dass jede auf der Liste steht.

Bei wiederkehrenden Aufträgen bewahren wir das freigegebene Muster auf und vergleichen spätere Serien damit. Mehr dazu im Ratgeber zur Farbkontrolle in der Serienproduktion.

Wie man die Freigabezeit verkürzt

Die Freigabe ist oft die längste Phase des ganzen Auftrags – länger als der Druck, der standardmäßig ca. 3 Arbeitstage dauert. Einige Dinge, die wirklich beschleunigen:

  • Legen Sie die freigebende Person fest, bevor Sie Dateien schicken, nicht danach.
  • Sammeln Sie Anmerkungen in einer E-Mail oder einem kommentierten PDF – nicht in fünf Threads.
  • Nennen Sie den Termin, zu dem das Material fertig sein muss. Wir planen die Produktion darauf und sagen, bis wann wir spätestens die Freigabe brauchen.
  • Erstellen wir den Entwurf in unserem Grafikstudio, geben Sie gleich alle Texte und Logos in finaler Version weiter.

Im 24-h-Express zählt die Uhrzeit: Eine korrekte, freigegebene Datei muss bis 12:00 Uhr bei uns sein. Express kostet im Schnitt ca. 40 % Aufpreis – oft vermeidbar, wenn die Freigabe einen Tag früher kommt. Alle Beträge in diesem Text sind Richtwerte; den genauen Preis bestätigen wir nach Kontaktaufnahme.

Sie haben ein konkretes Projekt?Beschreiben Sie in wenigen Sätzen, was Sie brauchen — Sie erhalten Preis und Liefertermin. Büro Mo.–Fr. 8–16 Uhr (MEZ).
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Fragen und Antworten

Was uns außerdem oft gefragt wird

Kann ich einen Entwurf anhand der Vorschau auf dem Smartphone freigeben?

Davon raten wir ab. Auf einem kleinen Bildschirm sieht man weder Tippfehler im Kleingedruckten noch Verschiebungen an der Kante. Öffnen Sie das PDF am Computer in 100 % und gehen Sie die Checkliste Punkt für Punkt durch.

Warum weicht die Farbe im Druck vom Monitor ab?

Der Monitor leuchtet in RGB, der Druck entsteht aus CMYK-Farben auf einem bestimmten Material. Jeder Bildschirm zeigt Farben anders, deshalb ist die einzig verlässliche Vorschau ein Probedruck auf dem Zielmaterial oder ein Kontraktproof.

Kann ich nach der Freigabe noch etwas ändern?

Solange die Datei noch nicht im Druck ist – meist ja, aber der Termin kann sich verschieben. Nach Produktionsbeginn bedeutet eine Änderung einen neuen Druck. Deshalb lohnt sich eine zusätzliche Viertelstunde Prüfung vor der Freigabe.

Ist ein Probedruck immer kostenpflichtig?

Ein A3-Probedruck auf dem Zielmaterial kostet ca. 13 € netto, wird aber bei Aufträgen über 20 m² verrechnet. Bei kleinen Aufträgen ohne kritische Farbe genügt meist das PDF zur Freigabe.

Was bedeuten Druckfreigabe und BAT?

Das sind die deutsche und die französische (bon à tirer) Bezeichnung für denselben Schritt – die Freigabe zum Druck. Wir arbeiten mit Kunden aus vielen Ländern, und der Freigabeablauf ist überall gleich; Sie können uns auf Deutsch schreiben.

WIELKA REKLAMA · SEIT 1991 · FÜR KUNDEN IN GANZ EUROPA

Wir übernehmen das — von der Druckdatei bis zur Montage.

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