Wielka ReklamaWerbetechnik & Großformatdruck

Aufmaß der Filialen vor einer Kampagne – wie man Daten vieler Standorte sammelt

Ein Techniker von hinten misst eine Schaufensterscheibe mit Laserentfernungsmesser und Maßband, in der anderen Hand ein Tablet mit Formular
Aufmaß eines Schaufensters vor der Kampagne · Visualisierung

Wer misst: Filialpersonal oder Dienstleister

Die erste Entscheidung lautet nicht „wie messen“, sondern „wer“. Beide Wege funktionieren, aber in unterschiedlichen Situationen.

Aufmaß durch das Personal bewährt sich, wenn die Schaufenster einfach sind (plane Scheibe, ohne Sprossen), es wenige bis ein Dutzend Filialen gibt und jemand in der Zentrale darauf achtet, dass die Formulare vollständig zurückkommen. Die Kosten sind niedrig, dafür ist das Fehlerrisiko höher – ein Verkäufer misst die Scheibe „nach Augenmaß“ oder gibt das Rahmenmaß statt des Glaslichtmaßes an.

Aufmaß durch den Dienstleister lohnt sich, wenn es viele Filialen gibt, die Schaufenster ungewöhnlich sind (Bögen, Teilungen, Leuchtkästen über dem Eingang) oder die Kampagne dauerhaft montierte Elemente umfasst: Firmenschilder, Buchstaben, Innenbeschilderung. Ein Team, das misst, weiß, was Produktion und Montage brauchen – es prüft gleich den Untergrund, den Zugang für eine Hubarbeitsbühne oder die Abhängehöhe.

In der Praxis machen wir oft eine Mischvariante: Das Personal füllt das Formular für alle Geschäfte aus, und wir fahren nur dorthin, wo die Daten unvollständig oder das Schaufenster ungewöhnlich ist. Beim Rollout im Filialnetz ist das der schnellste Weg zu einer vollständigen Datenbank.

Aufmaßformular – was hinein muss

Das Formular muss für jede Filiale gleich sein, sonst lassen sich die Daten nicht vergleichen. Unten die Liste, die wir als Ausgangspunkt nutzen:

  • Filialkennung – Filialnummer, Adresse, Ansprechpartner, Öffnungszeiten.
  • Maße jeder Scheibe einzeln – Breite × Höhe im Licht (sichtbarer Glasbereich), in Millimetern, an zwei Stellen gemessen, weil Rahmen selten exakt rechtwinklig sind.
  • Frontales Foto jedes Schaufensters – mit Maßband im Bild, plus ein Foto aus der Distanz, das die ganze Fassade zeigt.
  • Untergrund und Zustand – Glas, Polycarbonat, Wand, alte Folie zum Entfernen, Dichtungen, Aufkleber zu Alarmanlage oder Öffnungszeiten, die nicht überklebt werden dürfen.
  • Klebeseite – innen oder außen. Davon hängt ab, ob wir die Grafik spiegelverkehrt drucken.
  • Zugang – Höhe der Unterkante über dem Gehweg, ob Leiter oder Hubarbeitsbühne nötig ist, ob Montage während der Öffnungszeiten möglich ist.
  • Einschränkungen – Vorgaben von Centerbetreiber, Eigentümergemeinschaft, Denkmalschutz; Zeiten, in denen gearbeitet werden darf.

Bei Schaufensterbeschriftungen ist die Angabe besonders nützlich, welche Elemente sichtbar bleiben müssen. Mehr zur Technik im Ratgeber zur Schaufensterbeschriftung.

Schreibtisch mit Tablet, das ein Raster von Schaufensterfotos zeigt, Laserentfernungsmesser, Maßband und Notizbuch mit Maßskizzen
Gesammelte Aufmaßdaten der Filialen · Visualisierung

Fenstertypen und Zuordnung der Grafikvarianten

Beispielhafte Einteilung von Schaufenstern in Typen (Veranschaulichung der Methode)
TypBeschreibungWas wir damit machen
AStandardscheibe, Maße innerhalb ±2 cm vom MusterEine Datei, Seriendruck
BScheibe schmaler oder höher als das MusterLayoutanpassung an die Proportionen, eigene Datei
CSchaufenster mit Teilungen (Sprossen, Pfosten)Grafik in Felder geteilt, eigene Bogen
DVerglaste Tür, Zone mit PflichtangabenVariante mit Aussparung oder Leerfeld
XUngewöhnlich (Bogen, Schräge, keine Daten)Aufmaß durch uns, individuelle Datei

Nach dem Aufmaß einiger Dutzend Geschäfte zeigt sich meist, dass es nicht Dutzende Schaufensterarten gibt, sondern einige bis ein Dutzend Typen. Diese Einteilung ist der wichtigste Schritt der ganzen Arbeit, weil die Kosten für Entwurf und Produktion davon abhängen: Jeder Typ ist eine eigene Datei, eine eigene Freigabe und eine eigene Position in der Aufstellung.

Die Regel ist einfach – je weniger Typen, desto günstiger und schneller. Deshalb fragen wir bei Typ B oft, ob die Grafik einen Hintergrundrand haben darf, statt das Layout umzubauen. Die Toleranz, innerhalb der wir Schaufenster als denselben Typ behandeln, legen wir mit dem Kunden vor dem Entwurf fest, nicht nach dem Druck.

So arbeiten wirVon der Idee bis zur Montage — 5 Schritte
  1. 01Briefing

    Beschreibung, Maße, Fotos vom Standort und Termin — ein paar Sätze genügen.

  2. 02Entwurf und Angebot

    Unsere Grafiker erstellen Entwurf oder Visualisierung, Sie erhalten den Preis.

  3. 03Freigabe

    Sie geben den Entwurf frei; bei Hausfarben gibt es einen Proof.

  4. 04Produktion

    35+ Maschinen im eigenen Werk in Polen: UV-Druck 3,2 m, CNC, Laser, 3D, Näherei.

  5. 05Montage oder Versand

    Eigene Teams und Fahrzeuge in ganz Europa, Partnernetz, Kuriere weltweit.

Filialdatenbank für weitere Kampagnen

Das Aufmaß macht man einmal und nutzt es viele Male. Deshalb sollten die Daten in einer Tabelle oder einem System liegen und nicht in E-Mails von Filialleitern. Eine gute Datenbank enthält: Filialkennung, Typ jedes Schaufensters, Maße, Fotos, Aufmaßdatum und Informationen, was sich seit dem letzten Besuch geändert hat (Renovierung, neue Tür, neuer Nachbarmieter).

Bei der nächsten Kampagne bekommt der Gestalter eine Typenliste statt einer Filialliste, und die Produktion fertige Mengen für jede Variante. Nach jeder Kampagne ergänzen wir die Datenbank um das, was das Montageteam vor Ort bemerkt hat. Hat die Kette ein Beschilderungshandbuch für Filialen, sollten die Fenstertypen dort als Teil des Standards stehen.

Dieselbe Datenbank hilft beim Versand: Wir wissen, welches Set in welche Filiale geht, und können Kampagnensets für Filialnetze gepackt und für eine konkrete Adresse beschriftet vorbereiten.

LieferzeitenWie lange es dauert
  • 24 h
    Expressdruck (UV-Tinten müssen nicht trocknen)
  • ca. 3 Tage
    Standardlieferzeit
  • bis 14 Tage
    große Projekte mit Montage

Zzgl. Versand. Nennen Sie uns Ihren Termin — wir planen die Produktion danach.

Typische Aufmaßfehler und ihre Kosten

Aufmaßfehler zeigen sich nicht am Schreibtisch, sondern bei der Montage – wenn das Team vor Ort ist und die Grafik nicht passt. Am häufigsten begegnen uns:

  1. Rahmenmaß statt Glaslichtmaß. Die Grafik ist einige Zentimeter zu groß und muss vor Ort beschnitten oder neu gedruckt werden.
  2. Runden auf 10 cm. Bei vollflächiger Folie fällt ein Unterschied von 3–4 cm sofort auf.
  3. Keine Angabe zur Klebeseite. Folie für außen gedruckt, sie kann aber nur innen geklebt werden – der Text ist spiegelverkehrt.
  4. Übersehene feste Elemente. Alarmsensor, Aufkleber mit Öffnungszeiten, Schloss – die Grafik trifft genau diese Stelle.
  5. Alte Daten. Aufmaß von vor zwei Jahren, inzwischen hat das Geschäft die Tür getauscht.

Jeder solche Fehler bedeutet einen Neudruck einer Grafik und eine zweite Anfahrt des Teams. Bei einer weit entfernten Filiale sind die Anfahrtskosten oft höher als die Grafik selbst – ein genaues Aufmaß zahlt sich deshalb schnell aus.

Wie lange ein Audit dauert und wie man es beauftragt

Die Dauer hängt von der Zahl der Filialen, ihrer geografischen Verteilung und davon ab, ob wir selbst messen oder Formulare des Personals prüfen. Einige Filialen in einer Region sind meist eine Fahrt. Bei größeren Netzen planen wir Touren so, dass ein Team mehrere Geschäfte pro Tag schafft, und das Aufmaß lässt sich mit der Demontage alter Grafik verbinden.

Für ein Angebot zum Audit brauchen wir:

  • eine Liste der Filialadressen,
  • Angaben, was produziert wird (Schaufensterfolie, Firmenschilder, Innenbeschilderung),
  • den Starttermin der Kampagne,
  • gegebenenfalls vorhandene Daten – auch unvollständige.

Aufmaß und Bestandsaufnahme vor Ort kalkulieren wir ab ca. 85 € netto pro Filiale, und die Kosten verrechnen wir, wenn die Produktion bei uns beauftragt wird. Die Anfahrt unseres Teams berechnen wir mit ca. 1 € netto pro km hin und zurück. Das sind Richtpreise – den genauen Betrag nennen wir nach Erhalt der Filialliste. Wir messen in Polen und in anderen europäischen Ländern; Details in der Leistungsbeschreibung Rollout im Filialnetz mit Bericht sowie Montage in Polen und Europa.

Sie haben ein konkretes Projekt?Beschreiben Sie in wenigen Sätzen, was Sie brauchen — Sie erhalten Preis und Liefertermin. Büro Mo.–Fr. 8–16 Uhr (MEZ).
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Fragen und Antworten

Was uns außerdem oft gefragt wird

Reichen Handyfotos der Schaufenster ohne Maße?

Nein. Ein Foto ohne Maßband im Bild zeigt die Aufteilung, liefert aber keine Maße mit der für Folie nötigen Genauigkeit. Fotos sind eine hervorragende Ergänzung zum Formular, aber kein Ersatz.

Mit welcher Genauigkeit misst man Scheiben für Folie?

Geben Sie Maße in Millimetern an, im Glaslicht an zwei Stellen in Breite und Höhe gemessen. In der Produktion geben wir eigene Montagezugaben hinzu, die müssen Sie nicht selbst einrechnen.

Können Sie Filialen im Ausland aufmessen?

Ja, wir arbeiten in Polen und anderen europäischen Ländern – mit eigenen Teams oder Montagepartnern. Aufmaßformular und Filialdatenbank führen wir unabhängig vom Land nach einem Standard, und Sie erreichen uns in 14 Sprachen.

Was, wenn ein Teil der Geschäfte die Formulare nicht zurückschickt?

Das kommt oft vor. Für fehlende Filialen schlagen wir ein Aufmaß vor Ort vor oder – bei einfachen Schaufenstern – eine Grafikvariante, die bei der Montage angepasst wird. Die Entscheidung treffen wir gemeinsam, sobald wir die Zahl der Lücken kennen.

Kann man das Aufmaß mit der Montage der vorherigen Kampagne verbinden?

Ja, und das machen wir oft. Das Team, das Grafiken montiert oder demontiert, aktualisiert dabei Maße und Fotos, sodass die nächste Kampagne mit einer aktuellen Datenbank startet.

WIELKA REKLAMA · SEIT 1991 · FÜR KUNDEN IN GANZ EUROPA

Wir übernehmen das — von der Druckdatei bis zur Montage.

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