
Drei typische Pop-up-Formate
Was produziert werden muss, hängt vor allem vom Ort ab.
- Insel im Einkaufszentrum – einige bis ein Dutzend Quadratmeter in der Mall, von allen Seiten sichtbar. Gebraucht werden beidseitige Wände oder Stelen, eine Theke, Produktpräsentation und oft Beleuchtung. Der Centerbetreiber hat eigene Vorgaben – dazu unten mehr.
- Container oder Pavillon auf einem Event – Festival, Messe, Strand, Weihnachtsmarkt. Hier zählt die Wetterbeständigkeit: Banner, Folien für die Containerfassade, Fahnen und Zelt.
- Ladenlokal für einen Monat – ein leeres Geschäft, kurzfristig gemietet. Hier ist das Schaufenster am wichtigsten (Folie, Grafik auf der Scheibe) und eine schnelle Umgestaltung des Innenraums ohne Renovierung.
In jedem Fall gilt dieselbe Regel: Alles muss sich schnell montieren, leicht demontieren und am besten wiederverwenden lassen. Klassischer Ladenbau nach Maß lohnt sich hier selten.
Elementliste – was wir für Pop-ups meist bestellen
| Element | Wofür | Preis ca. |
|---|---|---|
| SEG-Rahmenmodul 100 × 230 cm mit Grafik | Wände, Hintergrund, Trennwände – beliebig kombinierbar | ab 160 € |
| Grafiktausch im SEG-Modul | Neue Kampagne ohne neue Konstruktion | ab 65 € |
| LED-beleuchteter Textilrahmen (SEG-Front) | Leuchtwand, Produkthervorhebung | ab 300 €/m² |
| Ultraflacher LED-Leuchtkasten A1 | Hinterleuchtete Grafiken an Theke oder Wand | ab 165 € |
| Faltbare Promotiontheke mit Grafik | Kasse, Verkostungen, Kundenservice | ab 210 € |
| Bodengrafik mit Laminat R10 | Kundenführung, Abgrenzung der Markenzone | 19–30 €/m² |
| Wabenplatte 10 mm mit UV-Druck | Leichte Displays, Würfel, Podeste | 30–45 €/m² |
| Lochfolie (One Way Vision) für das Schaufenster | Schaufenster des Lokals – Grafik außen, Durchsicht von innen | 10–18 €/m² |
Dazu kommen meist Beleuchtung, Sitzmöbel, Kleiderständer oder Regale für das Produkt – manches fertigen wir aus Platten und Rahmen, manches hat der Kunde selbst. Eine bewährte Kombination aus Wänden, Theke und Präsentation zeigen wir auf der Seite Shop-in-Shop und Präsentationsbauten.

Ein System, viele Kampagnen
Der teuerste Pop-up ist der, der nach einem Monat im Container landet. Deshalb raten wir, ihn auf SEG-Textilrahmen aufzubauen. Die Konstruktion aus Aluprofilen bleibt, und die Grafik ist ein Stoff mit eingenähtem Silikonkeder, der in die Rahmennut gedrückt wird. Ein Kampagnenwechsel bedeutet nur einen neuen Druck.
Stoff hat auch praktische Vorteile: Er reflektiert kein Licht wie ein Banner, knickt beim Transport nicht und passt gefaltet in einen kleinen Karton. Beleuchtete Rahmen erzeugen den Effekt einer „leuchtenden Wand“, die im Einkaufszentrum schon von Weitem den Blick anzieht. Wie SEG-Rahmen funktionieren und wie man sie auswählt, beschreiben wir im Ratgeber SEG-Textilspannrahmen, beleuchtete Varianten auf der Seite beleuchtete Textilrahmen.
- 01Briefing
Beschreibung, Maße, Fotos vom Standort und Termin — ein paar Sätze genügen.
- 02Entwurf und Angebot
Unsere Grafiker erstellen Entwurf oder Visualisierung, Sie erhalten den Preis.
- 03Freigabe
Sie geben den Entwurf frei; bei Hausfarben gibt es einen Proof.
- 04Produktion
35+ Maschinen im eigenen Werk in Polen: UV-Druck 3,2 m, CNC, Laser, 3D, Näherei.
- 05Montage oder Versand
Eigene Teams und Fahrzeuge in ganz Europa, Partnernetz, Kuriere weltweit.
Vorgaben des Centerbetreibers
Bevor Sie etwas bestellen, fordern Sie beim Betreiber die Regeln für Kurzzeitmieter oder die Richtlinien für Inseln an. Darin finden Sie meist:
- Maximale Bauhöhe und die Pflicht zur Durchsicht über die Insel – oft dürfen die Schaufenster benachbarter Geschäfte nicht verdeckt werden.
- Brandschutzanforderungen – Materialien einer bestimmten Brandverhaltensklasse, manchmal mit Nachweis. Auf Wunsch prüfen wir die Verfügbarkeit eines Materials mit Zertifikat; die geforderte Klasse muss beim Betreiber bestätigt werden.
- Montagezeiten – in Einkaufszentren wird nach Ladenschluss montiert, nachts. Nachtmontage berechnen wir ab ca. 65 € netto pro Stunde.
- Stromversorgung – wo Steckdosen sind, welche Leistung, wer anschließt. Die Beleuchtung schließt der Elektriker des Kunden oder unser qualifiziertes Team an.
- Entwurfsfreigabe – viele Center wollen vor der Zustimmung eine Visualisierung sehen.
Mehr zur Arbeit in Einkaufszentren auf der Seite für Mieter in Einkaufszentren.
Zeitplan vom Entwurf bis zur Eröffnung
Ein Beispielplan für einen Pop-up im Einkaufszentrum, rückwärts vom Eröffnungstag gerechnet:
- 3–4 Wochen vorher – Flächengrundriss vom Betreiber, Briefing, erstes Angebot.
- 2–3 Wochen vorher – Entwurf und Visualisierung, Freigabe durch den Betreiber.
- 10–14 Tage vorher – Freigabe der Druckdaten und Produktionsstart. Standard sind ca. 3 Arbeitstage, komplexere Bauten bis ca. 14 Tage.
- 2–3 Tage vorher – Transport und Nachtmontage, Prüfung der Beleuchtung.
- Eröffnungstag – Team telefonisch erreichbar, falls noch etwas korrigiert werden muss.
Es geht auch schneller. Expressdruck schaffen wir in 24 h, aber Konstruktionen, Genehmigungen und Nachtmontage haben ihre eigenen Fristen. Je früher Sie das Datum nennen, desto größer die Chance, dass wir es ohne Expresszuschlag schaffen.
Demontage und Wiederverwendung
Legen Sie gleich fest, was nach dem Schließen des Pop-ups passiert. Es gibt drei Optionen: Demontage und Rücksendung der Elemente an die Firma, Einlagerung bei uns bis zur nächsten Aktion (die Lagerung von Grafiken kostet ca. 26 € netto pro Palette und Monat) oder Transport zum nächsten Standort. Bei einer Pop-up-Tour durch mehrere Städte – auch im Ausland – planen wir Transport und Montage als eine Leistung.
