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Flottenbeschriftung – wie man ein einheitliches Erscheinungsbild vieler Fahrzeuge umsetzt

Reihe gleicher weißer Transporter auf dem Firmengelände, jeder mit derselben Wellengrafik beklebt
Fahrzeugflotte mit einheitlicher Beschriftung · Visualisierung

Gestaltungssystem für verschiedene Fahrzeugmodelle

Bei einem Fahrzeug gestaltet man eine Grafik. Bei einer Flotte gestaltet man ein System – Regeln, die sich auf Pkw, Kastenwagen, Kühlfahrzeug und Lkw übertragen lassen, sodass man von Weitem dieselbe Firma erkennt.

In der Praxis besteht das System aus einigen festen Elementen:

  • Position und Größe des Logos bezogen auf Fahrzeugteile (z. B. Mitte der Vordertür, bestimmter Anteil der Seitenhöhe), nicht in Zentimetern,
  • Streifen oder grafisches Motiv, immer gleich geführt – mit Regel, wo es am Radlauf oder an einer Sicke endet,
  • Infoblock – Telefon, Website, interne Fahrzeugnummer – an festem Platz,
  • Varianten – Vollbeklebung, Teilbeklebung und Minimalvariante (nur Logo und Daten), damit das Budget keine Ausnahmen erzwingt.

Das häufigste Problem bei gemischten Flotten ist ein Entwurf für ein Modell, der dann auf den Rest „gezogen“ wird. Das endet mit dem Logo auf einer Sicke, einer vom Türgriff durchschnittenen Schrift oder einem Streifen, der auf das kürzere Fahrzeug gar nicht passt. Deshalb sollte der Entwurf gleich auf alle Fahrzeugtypen ausgearbeitet werden, die die Firma hat und anschaffen will. Die Regeln für ein einzelnes Fahrzeug beschreiben wir im Ratgeber Firmenwagen bekleben.

Fahrzeugvorlagen und Aufmaß

Die Grafik für ein Fahrzeug entsteht auf einer Vorlage – einer Zeichnung von Seiten, Heck und Front des konkreten Modells mit markierten Sicken, Griffen, Leisten und Scheiben. Für gängige Transporter gibt es Vorlagen, aber die Versionen unterscheiden sich in Radstand, Dachhöhe und Schiebetüren auf einer oder beiden Seiten. Eine verwechselte Version bedeutet eine Grafik, die nicht passt.

Deshalb erfassen wir bei Flotten für jeden Fahrzeugtyp:

  1. Marke, Modell, Baujahr und Karosserieversion (Länge, Höhe, Türen).
  2. Fotos von allen vier Seiten, rechtwinklig.
  3. Kontrollaufmaß an einem Exemplar – besonders bei Aufbauten, Kofferaufbauten, Kühlfahrzeugen und umgebauten Fahrzeugen.
  4. Angaben zu Elementen, die bleiben: Leisten, Dachleitern, Händlerwerbung, Pflichtaufkleber.

Nach Freigabe des Entwurfs bekleben wir ein Musterfahrzeug. Erst daran sieht man, ob das Logo nicht in eine Sicke läuft, ob die Telefonnummer aus der Distanz lesbar ist und wie die Grafik in Bewegung wirkt. Korrekturen in dieser Phase kosten wenig; Korrekturen nach der Beklebung von dreißig Fahrzeugen – viel.

Ein Monteur von hinten klebt bedruckte Folie auf die Seite eines Transporters, mit Rakel und Heißluftföhn in der Werkstatt
Fahrzeugbeklebung in der Werkstatt · Visualisierung

Zeitplan der Beklebung ohne Stilllegung der Flotte

Firmenfahrzeuge verdienen Geld, wenn sie fahren. Der Beklebungsplan richtet sich also nach dem Arbeitsrhythmus der Flotte, nicht umgekehrt. Meist bewähren sich einige Regeln:

  • Gruppen – einige Fahrzeuge gleichzeitig, der Rest unterwegs; Reihenfolge nach Verfügbarkeit, nicht nach Nummer,
  • Fahrzeuge, die über Nacht oder am Wochenende einrücken – kehrt die Flotte zum Stützpunkt zurück, kann vor Ort beim Kunden beklebt werden, in einem überdachten und beheizten Raum,
  • Produktion im Voraus – die Grafiken für die ganze Gruppe sind gedruckt, laminiert und zugeschnitten, bevor die Fahrzeuge kommen,
  • Waschen vor dem Bekleben – das Fahrzeug muss sauber und trocken sein; Folie haftet nicht auf Wachs, Fett und Streusalz,
  • Temperatur – keine Folie auf kalten Lack; im Winter braucht man einen beheizten Platz.

Die Montage übernehmen unsere Teams in Polen und im Ausland, bei größeren Flotten außerhalb der Reichweite auch Partner in der EU. Ein Zweierteam kostet als Richtwert ca. 42 € netto pro Arbeitsstunde plus Anfahrt nach Kilometern hin und zurück. Details zur Organisation auf der Seite Montage in Polen und Europa.

Folien und Laminate nach Alter und Laufleistung der Fahrzeuge

Richtwerte für Materialien zur Flottenbeschriftung (Preise netto, abhängig von der Gesamtfläche der Bestellung)
MaterialWann einsetzenRichtpreis
Gegossene Folie mit Druck + LaminatVoll- und Teilbeklebung, Sicken, Fahrzeuge für mehrere Jahreca. 19–29 €/m² + Laminat ca. 8 €/m²
Bedruckte MagnetfoliePrivatwagen mit dienstlicher Nutzung, Kurzzeitmiete, Saisonaktionenca. 21–32 €/m²
Lochfolie für Scheiben (One Way Vision)Heck- und Seitenscheiben von Bussen und Transporternca. 10–18 €/m²
Geplottete Schriftzüge (ohne Hintergrund)Minimalvariante: Logo, Telefon, Fahrzeugnummerindividuelles Angebot

Die Folienwahl hängt davon ab, wie lange das Fahrzeug in der Firma bleibt und wie seine Karosserie aussieht.

LieferzeitenWie lange es dauert
  • 24 h
    Expressdruck (UV-Tinten müssen nicht trocknen)
  • ca. 3 Tage
    Standardlieferzeit
  • bis 14 Tage
    große Projekte mit Montage

Zzgl. Versand. Nennen Sie uns Ihren Termin — wir planen die Produktion danach.

Was es kostet – Beispielrechnung

Die Preise pro m² sinken mit der Gesamtfläche der Bestellung, deshalb ist die Beklebung der ganzen Flotte auf einmal pro Fahrzeug günstiger als einzeln bestellt.

Ein Transporter, Teilbeklebung: zwei Seiten zu je ca. 3 m² und das Heck mit ca. 1,5 m² ergeben ca. 7,5 m². In der Staffel 5–15 m² kostet bedruckte gegossene Folie ca. 24 €/m², Laminat ca. 8 €/m², zusammen ca. 32 €/m². 7,5 m² × 32 € = ca. 240 € netto für bedrucktes Material.

Zwanzig solche Fahrzeuge: 20 × 7,5 m² = 150 m², also die Staffel über 100 m², in der bedruckte Folie ca. 19 €/m² kostet. Mit Laminat ca. 27 €/m², also 150 m² × 27 € = ca. 4.050 € netto, rund 205 € netto pro Fahrzeug.

Hinzu kommen Entwurf, Montage und Anfahrt. Die Fläche rechnen wir mit Zugabe für Umschläge und Beschnitt, das tatsächliche Angebot kann also etwas abweichen. Das sind Richtpreise – den genauen Betrag bestätigen wir nach Kontaktaufnahme und Sichtung der Fahrzeugmodelle. Einen Vergleich der Folienarten finden Sie im Beitrag gegossene oder polymere Folie.

Leasing: spurlose Entfernung am Vertragsende

Die meisten Flotten fahren im Leasing oder in der Langzeitmiete, deshalb kommt die Frage nach dem Entfernen der Folie immer. Einige Dinge sollte man vorab wissen:

  • gegossene Fahrzeugfolie ist so konstruiert, dass sie sich von Werkslack entfernen lässt – mit Erwärmung und ruhiger Demontage bleiben meist keine Spuren,
  • nachlackierter oder nach Schaden lackierter Lack ist ein Risiko: Die Folie kann einen Teil des Lacks mitnehmen, weil dieser nicht so gut auf dem Untergrund haftet wie Werkslack,
  • unter der Folie bleicht der Lack langsamer aus als der freiliegende Rest; nach vielen Jahren kann ein leichter „Schatten“ der Grafik sichtbar sein – das ist ein Lackphänomen, kein Kleberrückstand,
  • der Leasingvertrag regelt oft, in welchem Zustand das Fahrzeug zurückkommen muss. Prüfen Sie ihn vor der Beklebung, nicht erst bei der Rückgabe.

Demontage und Neubeklebung, wenn ein Fahrzeug aus dem Leasing zurückgeht und ein neues kommt, plant man am besten zusammen – ein Werkstatttermin statt zwei. Wie lange Folie in der Praxis hält, beschreiben wir im Ratgeber wie lange hält ein Aufkleber außen.

Neue Fahrzeuge und Nachbestellungen – den Standard halten

Die Flotte verändert sich: Fahrzeuge kommen hinzu, andere fallen nach Schäden aus, ein neues Modell ohne Vorlage kommt. Damit es nach drei Jahren nicht fünf Beschriftungsversionen gibt, sollte man auf einige Dinge achten:

  1. Das System in einem einfachen Dokument festhalten – Maße, Positionen, Farben, Dateien für jedes Modell. Das ist das Flottenpendant zum Beschilderungshandbuch für Filialen.
  2. Produktionsdateien bei einem Auftragnehmer halten, zusammen mit der Materialbeschreibung – dann stimmt die Farbe am neuen Fahrzeug mit der übrigen Flotte überein.
  3. Bei einem neuen Modell zuerst den Entwurf auf der Vorlage erstellen und freigeben, bevor das Fahrzeug zur Beklebung kommt.
  4. Eine Grafikreserve für schnelle Reparaturen nach Blechschäden haben – oft genügt der Tausch eines Seitenpaneels.

Transport- und Serviceunternehmen, die täglich eine Flotte führen, finden weitere Beispiele auf der Seite für Transportunternehmen.

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Fragen und Antworten

Was uns außerdem oft gefragt wird

Wie lange dauert die Beklebung eines Fahrzeugs in der Flotte?

Eine Teilbeklebung eines Transporters dauert meist einen Teil eines Arbeitstags, eine Vollbeklebung länger. Die meiste Zeit kosten Oberflächenvorbereitung und Arbeit an den Sicken. Bei Fahrzeuggruppen und vorbereiteten Grafiken arbeitet das Team zügig, Fahrzeug für Fahrzeug.

Können Sie die Fahrzeuge an unserem Standort bekleben statt in Wieluń?

Ja, das ist bei Flotten die häufigste Variante. Nötig sind ein überdachter, trockener und beheizter Platz und Zugang zu den Fahrzeugen nach Zeitplan. Die Anfahrt des Teams kalkulieren wir nach Kilometern hin und zurück.

Reicht Magnetfolie statt Beklebung?

Bei Fahrzeugen, die nur gelegentlich dienstlich genutzt werden – ja. Der Magnet muss aber abgenommen und der Lack darunter gereinigt werden, er haftet nicht auf Aluminium und Kunststoff und eignet sich nicht für Sicken. Für eine dauerhafte Flottenbeschriftung ist gegossene Folie besser.

Lässt sich ein Entwurf auf Fahrzeuge verschiedener Marken anwenden?

Ja, wenn der Entwurf ein Regelsystem ist und keine einzelne Zeichnung. Logo, Streifen und Kontaktdaten werden nach festen Proportionen angeordnet, und für jedes Modell entsteht eine eigene Datei auf seiner Vorlage. Dann wirken die Fahrzeuge einheitlich, obwohl sie sich in der Form unterscheiden.

Bekleben Sie auch Firmenfahrzeuge im Ausland?

Ja. Die Grafiken produzieren wir in Polen, die Beklebung übernehmen unsere Teams oder Partner in der EU. Bei Flotten in mehreren Ländern legen wir ein System und einen gemeinsamen Zeitplan fest, und die Kommunikation kann in der Sprache des Kunden erfolgen.

WIELKA REKLAMA · SEIT 1991 · FÜR KUNDEN IN GANZ EUROPA

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