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Doypack und flexible Verpackungen – was ist das und wann lohnt es sich

Stehende Doypacks mit Zipper auf einem Holzregal, matt und glänzend, daneben Kaffeebohnen
Doypacks mit Druckverschluss · Visualisierung

Doypack, Siegelrandbeutel, Flachbodenbeutel – Arten flexibler Verpackungen

Die gängigsten Formen flexibler Verpackungen
ArtWie sie aussiehtTypischer Einsatz
Doypack (Standbodenbeutel)Beutel mit Bodenfalte, steht im RegalKaffee, Tee, Gewürze, Trockenfrüchte, Tierfutter, Nahrungsergänzung
Flachbeutel (Drei- oder Vierrandsiegelbeutel)flacher Umschlag ohne BodenProben, Einzelportionen, Kosmetik, Gewürze in kleinen Mengen
Flachbodenbeutel (Box Pouch)flacher, rechteckiger Boden, fünf bedruckbare FlächenKaffeebohnen, Granola, Premiumprodukte in größeren Füllmengen
SeitenfaltenbeutelFalten an den Seiten, oft mit Siegelnaht oder Clip verschlossenKaffee, Mehl, größere Packungen
Folie auf RolleLaminat auf Rolle, wird an der Verpackungsmaschine geformtautomatische Produktion, große Serien

Für kleine Hersteller, die von Hand oder halbautomatisch abfüllen, fällt die Wahl praktisch immer zwischen Doypack und Flachbeutel. Der Flachbodenbeutel wirkt edel, ist aber teurer und erfordert sorgfältigeres Befüllen. Folie auf Rolle lohnt sich erst, wenn eine Verpackungsmaschine vorhanden ist.

Laminate und Barrieren: Feuchtigkeit, Sauerstoff, Aroma, Licht

Eine flexible Verpackung ist fast immer ein Laminat, also mehrere miteinander verklebte Schichten. Die Außenschicht trägt den Druck, die mittlere bildet die Barriere, die innere wird gesiegelt und hat Produktkontakt. Die häufigsten Aufbauten:

  • PET/PE – transparent oder bedruckt, Grundbarriere. Für trockene Produkte mit kürzerer Haltbarkeit.
  • PET metallisiert/PE – silbrige Mitte, bessere Barriere gegen Sauerstoff und Licht. Oft für Kaffee und Snacks.
  • PET/ALU/PE – die Aluminiumschicht bietet die höchste Barriere. Kaffee, oxidationsempfindliche Produkte, lange Haltbarkeit.
  • Kraftpapier/PE oder Kraft/PET/PE – natürliche Optik, beliebt bei „Öko“- und Manufakturprodukten. Die Barriere liefert die Innenschicht.
  • Monomaterial-Laminate (z. B. nur PE oder PP) – für einfacheres Recycling konzipiert; sie haben etwas andere Eigenschaften als klassische Laminate und müssen zum Produkt passen.

Beginnen Sie bei der Auswahl mit dem Produkt, nicht mit der Optik. Kaffee braucht eine Barriere gegen Sauerstoff und Aromaverlust, Salz und Zucker gegen Feuchtigkeit, fetthaltige Produkte Fettbeständigkeit. Ein Sichtfenster sieht gut aus, lässt aber Licht durch und passt deshalb nicht zu allem.

Hände öffnen den Zipper eines matten Doypacks mit losem Tee, die Bodenfalte des Beutels ist sichtbar
Zipper und Boden des Doypacks · Visualisierung

Verschlüsse und Extras: Zipper, Ventil, Ausgießer, Einreißkerbe

  • Druckverschluss (Zipper) – Standard bei Doypacks für Produkte, die mehrfach verwendet werden. Der Kunde öffnet, entnimmt eine Portion, verschließt.
  • Slider-Verschluss – Schieber, bequemer, teurer.
  • Aromaschutzventil – Einwegventil für frisch gerösteten Kaffee, der Gas abgibt. Ohne Ventil bläht sich der Beutel auf.
  • Ausgießer (Spout) – für Flüssigkeiten, Mus, Saucen, Kinderprodukte.
  • Einreißkerbe (Tear Notch) – eine Kleinigkeit, deren Fehlen Kunden ärgert.
  • Aufhängeloch (Euroloch) – wenn das Produkt im Geschäft am Haken hängen soll.
  • Sichtfenster – transparenter Bereich, der das Produkt zeigt.

Jedes Extra erhöht den Stückpreis und kann die Mindestauflage verändern. Entscheiden Sie gleich, was notwendig ist und was nur gut aussieht.

Bedruckte Verpackung oder Etikett auf neutralem Doypack

Das ist die wichtigste Entscheidung für eine kleine Marke, weil Kosten und Flexibilität davon abhängen.

Ein vollflächig bedruckter Doypack sieht am besten aus: Grafik auf der ganzen Fläche, auch an Seiten und Boden. Er braucht aber für jede Variante (Sorte, Füllmenge) einen eigenen Entwurf und bei klassischen Druckverfahren Druckformen, deren Kosten sich erst bei großen Auflagen verteilen. Der Digitaldruck auf Laminat hat die Einstiegsschwelle gesenkt, die Rechnung bleibt aber eine andere als beim Etikett.

Ein neutraler Doypack (weiß, schwarz, Kraft, transparent) mit Etikett ist die Lösung für den Start. Die Beutel kauft man in kleinen Mengen, und die gesamte Markenidentität wandert auf das Produktetikett. Ein Beuteltyp bedient zehn Sorten – Sie wechseln nur das Etikett. Etiketten drucken wir in kurzen Serien, und Rollenetiketten passen zur manuellen und halbautomatischen Etikettierung. Wie man das Etikettenmaterial wählt, beschreiben wir im Beitrag Produktetikett – welches Material.

Unser praktischer Rat: Beginnen Sie mit dem neutralen Doypack mit Etikett, beobachten Sie den Absatz und stellen Sie erst die Bestseller auf vollflächig bedruckte Verpackungen um.

LieferzeitenWie lange es dauert
  • 24 h
    Expressdruck (UV-Tinten müssen nicht trocknen)
  • ca. 3 Tage
    Standardlieferzeit
  • bis 14 Tage
    große Projekte mit Montage

Zzgl. Versand. Nennen Sie uns Ihren Termin — wir planen die Produktion danach.

Mindestauflage und wovon die Kosten abhängen

Den Preis einer bedruckten flexiblen Verpackung beeinflussen mehrere Faktoren gleichzeitig:

  1. Maß und Volumen – mehr Laminat bedeutet einen höheren Stückpreis.
  2. Laminataufbau – eine Aluminiumschicht oder Kraftpapier kostet mehr als einfaches PET/PE.
  3. Druckverfahren und Farbanzahl – Digitaldruck für kurze Serien, Verfahren mit Druckformen für lange.
  4. Extras – Zipper, Ventil, Sichtfenster, Ausgießer.
  5. Auflage – bei kleinen Auflagen dominieren die Vorbereitungskosten, bei großen die Materialkosten.
  6. Anzahl der Motive – fünf Sorten zu je 1000 Stück sind etwas anderes als ein Motiv mit 5000 Stück.

Feste Stückpreise nennen wir hier nicht, weil die Unterschiede zwischen Konfigurationen sehr groß sind. Wir kalkulieren nach einem kurzen Briefing: Maß oder Volumen, Produkt, gewünschtes Laminat und Verschluss, Auflage und Anzahl der Motive. Preise sind immer Richtwerte und werden nach Kontaktaufnahme bestätigt. Wenn Sie statt eines Beutels eine Schachtel erwägen, vergleichen Sie mit dem Beitrag Schachteln mit Logo in kleiner Auflage.

Was der Hersteller braucht: Maße, Füllgut, Lebensmittelkontakt

Bevor Sie die erste Charge bestellen, klären Sie:

  • Füllmenge und Volumen des Produkts – 250 g ganze Bohnen und 250 g gemahlener Kaffee brauchen unterschiedlich viel Platz. Am besten das Produkt in ein Muster füllen und prüfen, wie viel Raum für Siegelnaht und Zipper bleibt.
  • Abfüll- und Siegelmethode – von Hand, mit Impulsschweißgerät, an der Maschine. Davon hängt die Breite der Siegelzone ab.
  • Anforderungen für Lebensmittelkontakt – in der EU brauchen Materialien mit Lebensmittelkontakt eine Konformitätserklärung. Der Lebensmittelhersteller sollte sie für jede Verpackungscharge erhalten und in seiner Dokumentation aufbewahren. Details zum konkreten Produkt (z. B. fetthaltig, sauer, tiefgekühlt) sollten mit einem Technologen oder Labor abgestimmt werden.
  • Pflichtangaben auf der Verpackung – Zutaten, Allergene, Nettofüllmenge, Mindesthaltbarkeit, Herstellerangaben. Der Umfang hängt von Produkt und Vorschriften des Verkaufslands ab, planen Sie den Platz dafür von Anfang an im Entwurf ein.
  • Strichcode – an einer kontrastreichen Stelle, auf einer ebenen Fläche des Beutels, nicht auf der Siegelnaht.

Für Lebensmittelhersteller und Manufakturen haben wir eine Materialübersicht auf der Seite Lebensmittelhersteller zusammengestellt.

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Fragen und Antworten

Was uns außerdem oft gefragt wird

Ist ein Doypack recycelbar?

Ein klassisches Laminat aus mehreren verschiedenen Kunststoffen oder mit Aluminium ist schwer zu recyceln. Immer häufiger werden Monomaterial-Laminate eingesetzt, die für einfacheres Recycling konzipiert sind. Wenn das für Ihre Marke wichtig ist, sagen Sie es bei der Anfrage – wir wählen den Aufbau passend zum Produkt.

Kann ich Doypacks selbst versiegeln?

Ja, dafür reicht ein Impuls- oder Durchlaufsiegelgerät, abgestimmt auf die Laminatstärke. Der Zipper liegt innen, darüber bleibt ein Streifen zum Versiegeln, den der Kunde beim ersten Öffnen abreißt.

Doypack oder Glas – was ist besser für eine kleine Marke?

Der Doypack ist leichter, günstiger im Transport und braucht vor dem Befüllen weniger Lagerplatz. Ein Glas schützt empfindliche Produkte besser und wirkt im Regal hochwertiger. Viele Marken starten mit dem Doypack und behalten das Glas für die Geschenklinie.

Kann man auf einen neutralen Kraft-Doypack ein Etikett kleben?

Ja, aber Kraftpapier hat eine Struktur, deshalb braucht das Etikett einen Kleber, der darauf hält. Sagen Sie bei der Etikettenanfrage, auf welches Material geklebt wird – wir wählen Material und Kleber passend.

Wie viele Motive kann man in einer Auflage bestellen?

Das hängt vom Druckverfahren ab. Im Digitaldruck sind mehrere Motive in einer Serie meist kein großes Problem, bei Verfahren mit Druckformen bedeutet jedes Motiv zusätzliche Vorbereitung. Nennen Sie die Auflage je Motiv, dann rechnen wir beide Varianten.

WIELKA REKLAMA · SEIT 1991 · FÜR KUNDEN IN GANZ EUROPA

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